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Mammographie-Screening: Auswertungen vorgestellt

Das deutsche Mammographie-Screening-Programm zur Früherkennung von Brustkrebs erfüllt die strengen Qualitätsvorgaben europäischer Leitlinien: Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) und die Kooperationsgemeinschaft Mammographie (KoopG) haben am 21. September den ersten Evaluationsbericht zum Mammographie-Screening-Programm vorgestellt. Die Auswertung erfasst die Arbeit von insgesamt 77 Untersuchungszentren zwischen 2005 bis 2007, also der ersten Jahre nach der Einführung des Mammographie-Screenings in Deutschland.

Das Mammographie-Screening wurde 2002 beschlossen. Zunächst musste dafür die entsprechende Infrastruktur geschaffen werden. Die ersten Schritte konzentrierten sich auf den stufenweisen Aufbau der regionalen Screening-Einheiten, von denen es inzwischen 94 gibt - und somit ein flächendeckendes Angebot. Diese Einheiten führen seit 2005 nach strengen Qualitätsmaßstäben die Untersuchung durch und werten die Aufnahmen aus. Seitdem werden alle Frauen zwischen 50 und 60 alle zwei Jahre zu einer solchen qualitätsgesicherten Mammographie eingeladen. Die Röntgenuntersuchung soll dazu beitragen, Brustkrebs möglichst frühzeitig zu erkennen und dadurch die Sterblichkeit an der Erkrankung zu senken.

Der Nutzen einer solchen Reihenuntersuchung wurde jedoch von Kritikern immer wieder infrage gestellt. Die Verantwortlichen gehen anhand der ersten umfassenden Auswertung des Mammographie-Screenings in Deutschland davon aus, dass diese Zweifel nun widerlegt seien. Ob das Programm tatsächlich dazu beiträgt, die Sterblichkeitsrate an Brustkrebs zu senken, wird sich allerdings frühestens zehn Jahre nach seiner Einführung erweisen, so die Autoren des Berichts.



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