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Diese Seiten sind Ausdrucke aus den Internetseiten des Krebsinformationsdienstes www.krebsinformationsdienst.de. Angaben zum Erstellungsdatum und zu den Quellen der Information können Sie dem folgenden Text entnehmen. Einige der dort genannten weiterführenden Angaben sind allerdings nur über das Internet zugänglich. Bitte beachten Sie: Die folgenden Informationen sind nicht dazu geeignet, ein Gespräch mit behandelnden Ärzten, Psychologen oder weiteren Experten zu ersetzen.

Jede Vervielfältigung oder Verbreitung dieser Inhalte zum Beispiel zum Nachdruck, zur Kopie oder zur Speicherung und Weitergabe in elektronischer Form bedarf der schriftlichen Genehmigung des Krebsinformationsdienstes KID, Deutsches Krebsforschungszentrum Heidelberg.

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Collage: Blutentnahme und Reagenzgläser, Fotos: NCT Heidelberg © Krebsinformationsdienst, Deutsches Krebsforschungszentrum

Positronen-Emissions-Tomographie: Häufig gestellte Fragen

Wissenswertes zur PET für Patienten

Diese Seite ist Teil eines umfangreicheren Textes zum Thema Positronen-Emissions-Tomographie. Er informiert über praktische Fragen zur Anwendung und richtet sich vor allem an Menschen, bei denen diese Untersuchung durchgeführt werden soll. Links führen zu vertiefenden Informationen und verwandten Themen.

Patienten sollten beachten: Die Aufklärung durch den untersuchenden Arzt lässt sich durch Informationen aus dem Internet nicht ersetzen.

Letzte Aktualisierung: 17.05.2010

Quellen und Links

Die bei der Erstellung genutzten Quellen sowie Tipps zum Weiterlesen sind in diesem Text sowie am Ende des Textes "PET - Positronen-Emissions-Tomographie : Ein Blick in den Stoffwechsel" aufgeführt.

Wozu dient die PET in der Krebsmedizin?

Mithilfe der Positronen-Emissions-Tomographie können Tumoren und Metastasen im Körper nachgewiesen werden. Die radioaktive Substanz hilft, verändertes Gewebe im Körper aufzuspüren.

Wer darf eine PET oder PET/CT durchführen?

Bei der Positronen-Emissions-Tomographie kommen radioaktive Stoffe zum Einsatz. Daher dürfen diese Untersuchungen nur unter der Leitung von speziell ausgebildeten Ärzten durchgeführt werden, den Nuklearmedizinern. Unterstützt werden die Ärzte von ausgebildeten nuklearmedizinisch-technischen Assistenten. Meistens werden die Untersuchungen in einer Klinik gemacht, aber es gibt auch niedergelassene Nuklearmediziner mit eigener Praxis. Die radioaktiven Stoffe können nur in speziellen Labors hergestellt werden. Da dies sehr aufwendig ist und die Labors nicht überall verbreitet sind, gibt es PET-Geräte nicht in jeder Stadt. Wo in Deutschland PETs und PET/CTs zu finden sind, steht auf der Seite der Deutschen Gesellschaft für Nuklearmedizin e.V. unter: www.nuklearmedizin.de/patienten/standorte/standort_search.php?navId=68

Wie muss man sich auf eine PET vorbereiten?

Die PET wird oft in der Klinik durchgeführt, so dass Patienten vor und nach der Untersuchung im Krankenhaus bleiben und entsprechend betreut werden. Patienten, die ambulant in einer Praxis untersucht werden sollen, müssen abklären, welche Vorbereitung für sie zu Hause wichtig ist, wie lange die Untersuchung voraussichtlich dauert, und was sie danach beachten sollten.

Vor der Untersuchung bekommen Patienten einen Aufklärungsbogen, auf dem der Untersuchungsablauf kurz beschrieben ist. Dort gibt es noch einige Fragen zu beantworten, die für den Arzt wichtige Informationen liefern, zum Beispiel: Welche Vorerkrankungen hat der Patient? Welche Medikamente nimmt er ein? Besteht eine Schwangerschaft? Sind Allergien bekannt?
Bei dem Vorgespräch mit dem Arzt erfahren Patienten zudem, wie viel Zeit sie für die Untersuchung voraussichtlich einplanen müssen.

Für die Positronen-Emissions-Tomographie müssen Patienten meist nüchtern sein. Vor der Untersuchung erhalten Patienten in der Regel mit radioaktivem Fluor markierten Traubenzucker gespritzt, in Ausnahmefällen auch eine andere Substanz.

Nüchtern sein

Vor der Untersuchung müssen Patienten nüchtern bleiben. Der Arzt erklärt genau, was und wann man das letzte Mal essen oder trinken darf.

Bei der Verwendung von Fluor und Traubenzucker ("Fluordesoxyglukose", FDG) wird anschließend die Zuckerverteilung im Körper gemessen. Da diese durch die Nahrungsaufnahme beeinflusst wird, dürfen Patienten - je nach Fragestellung - vier bis zwölf Stunden vor der Untersuchung nichts essen. Trinken dürfen die Patienten stilles Wasser, schwarzen Kaffee oder Tee, aber keine zuckerhaltigen Getränke und auch keine Milch oder Fruchtsäfte. Milchzucker und Fruchtzucker können die Untersuchungsergebnisse ebenfalls verfälschen.

Zuckerkranke sollten mit ihrem Arzt besprechen, wann sie das letzte Mal vor der Untersuchung Insulin spritzen oder andere Diabetes-Medikamente nehmen dürfen. Da eine Insulingabe auf nüchternen Magen zu einer Unterzuckerung führen kann, muss am Morgen vor der Untersuchung eventuell auf das Spritzen verzichtet werden. Vor der PET-Aufnahme muss der Blutzucker gemessen werden und gut eingestellt sein.

Metallgegenstände wie Schmuck, Gürtel, Schlüssel oder Handys sollten vor der Aufnahme abgelegt werden, um auf den Bildern nicht zu stören.

Wie läuft die Untersuchung ab?

PET/CT

Mit modernen Geräten können eine Positronen-Emissions-Tomographie und eine Computertomographie in einer Untersuchung gemacht werden.

Als erstes spritzt der Arzt dem Patienten eine schwach strahlende Substanz in eine Armvene, zum Beispiel radioaktiv markierten Traubenzucker. Es dauert mindestens eine Dreiviertelstunde, bis sich der Zucker im Körper verteilt hat. Je nach Fragestellung und verwendeter Substanz kann es auch länger dauern. Während der Wartezeit sollte der Patient entspannt liegen. Durch Bewegung oder auch Sprechen würden die Muskeln Zucker verbrauchen, was das Untersuchungsergebnis verfälschen könnte. Genaue Anweisungen erhalten Patienten vom medizinischen Personal.

Wird eine kombinierte PET/CT-Untersuchung gemacht, bekommt der Patient außerdem oft ein Röntgenkontrastmittel. Mehr hierzu findet sich im Text zur Computertomographie im Abschnitt "Warum wird manchmal ein Kontrastmittel gegeben?" 

Während der eigentlichen Untersuchung liegt der Patient auf einer Liege, die durch das Aufnahmegerät gefahren wird. Er sollte sich möglichst wenig bewegen, damit es nicht zu Bildstörungen kommt. Die vom Körper ausgehende Strahlung wird von zahlreichen Messköpfen aufgefangen. Diese sind in einem oder mehreren Ringen um den Patienten angeordnet. Im kombinierten PET/CT befinden sich die Aufnahmeeinheiten für die Positronen-Emissions-Tomographie und die Computertomographie hintereinander. So können beide Untersuchungen mit demselben Gerät gemacht werden.

Moderne PET/CT-Geräte haben nur eine sehr kurze "Röhre". Raumangst (umgangssprachlich auch "Platzangst" genannt) ist daher für die meisten Patienten kein Problem. Wer dennoch unter Engegefühlen leidet, kann vor der Aufnahme eine beruhigendes Medikament erhalten.

Wie lange dauert die Untersuchung?

Nach Spritzen des radioaktiven Medikaments muss der Patient etwa eine Dreiviertelstunde warten, bis die Substanz sich im Körper verteilt hat. Anschließend werden die Aufnahmen mit dem PET- oder PET/CT-Gerät gemacht. Die eigentliche Untersuchung dauert zwischen 20 und 45 Minuten, bei bestimmten Fragestellungen auch länger. Insgesamt müssen für eine PET zwischen zwei und dreieinhalb Stunden veranschlagt werden.

Für die Nachbearbeitung und Befundung der Bilder benötigen die Ärzte noch einige Stunden. Erste Untersuchungsergebnisse erhalten die Patienten jedoch nicht selten noch am selben Tag.

Was ist nach der Untersuchung zu beachten?

Bei ambulanter Untersuchung

Patienten, die vor der Untersuchung ein Beruhigungsmittel erhalten, sollten nach der Untersuchung nicht selbst Auto fahren und sich am besten abholen lassen.

Die radioaktive Substanz im Körper des Patienten zerfällt sehr rasch. Aus Sicherheitsgründen sollten Patienten für einige Stunden engen Kontakt mit Schwangeren, Stillenden oder Kleinkindern vermeiden. Für andere Personen besteht in der Regel keine Gefährdung.
Nach der Untersuchung dürfen Patienten wieder wie üblich essen. Damit das radioaktive Arzneimittel rasch über die Nieren ausgeschieden wird, empfehlen Ärzte den Patienten gelegentlich, möglichst viel zu trinken. Über Details informiert der untersuchende Arzt.

Sind die radioaktiven Substanzen für den Patienten gefährlich?

Strahlenbelastung

Die Strahlenbelastung durch eine PET ist vergleichbar mit der durch eine Computertomographie. Ob eine der beiden Untersuchungen oder eine Kombination notwendig ist, müssen Patienten mit den behandelnden Ärzten besprechen. Hintergrundinformationen zu Radioaktivität und Strahlung hat der Krebsinformationsdienst hier zusammengestellt.

Bei der PET kommen nur geringe Mengen schwach strahlender Substanzen zum Einsatz. Außerdem haben die verwendeten Stoffe eine sehr kurze Halbwertszeit. Bei der FDG, dem radioaktiv markierten Traubenzucker, ist nach knapp zwei Stunden (genauer: 110 Minuten) nur noch die Hälfte der Radioaktivität vorhanden, nach 220 Minuten nur noch ein Viertel und so weiter. Wenn der Patient nach der Untersuchung viel trinkt, wird das radioaktive Arzneimittel in der Regel schneller ausgeschieden.

Die Strahlenbelastung durch eine PET ist etwa zwei- bis dreimal so hoch wie die Strahlenbelastung, der Menschen jedes Jahr durch natürliche Radioaktivität ausgesetzt sind. Damit ist sie mit der Strahlenbelastung durch eine Computertomographie vergleichbar. Die Belastung durch eine kombinierte PET/CT ist entsprechend höher. Auf einen gesonderten Termin für eine Computertomographie kann so jedoch verzichtet werden. Durch die kombinierte Untersuchung werden meist genauere Ergebnisse erzielt. Das Risiko für Schäden durch die ionisierende Strahlung bei einer PET oder PET/CT ist gering, es kann aber nicht vollkommen ausgeschlossen werden. Die PET wird allerdings auch nicht als Routineuntersuchung bei Krebsverdacht eingesetzt, sondern nur bei gezielten Fragestellungen. Die Untersuchung wird nur angewendet, wenn Ärzte den Nutzen höher einschätzen als Risiken oder mögliche Nebenwirkungen.

Werden die Kosten von der Krankenkasse übernommen?

Wer bezahlt die PET?

Die PET ist noch keine Standarduntersuchung. Die Kosten werden nicht automatisch von der Krankenkasse übernommen. Vor der Untersuchung müssen Patienten und behandelnde Ärzte unbedingt mit der Krankenkasse klären, ob diese die Kosten erstattet.

Die Positronen-Emissions-Tomographie ist ein sehr genaues Verfahren, mit dem Tumoren und Metastasen gut sichtbar gemacht werden können. Wie groß der diagnostische Nutzen bei den verschiedenen Tumorerkrankungen ist, wird jedoch noch nicht einheitlich beurteilt. Zudem ist die PET sehr aufwendig und teuer. In Deutschland wird sie ambulant daher derzeit nur beim nicht kleinzelligen Lungenkrebs als Kassenleistung durchgeführt. Ob private Krankenkassen die Untersuchungskosten erstatten, regelt der individuell abgeschlossene Vertrag. Im Rahmen eines Krankenhausaufenthalts trägt die Kosten für die Untersuchung in der Regel die Klinik.

Im Jahr 2008 haben einige gesetzliche Krankenkassen (TK, DAK, BKK, IKK) in Abstimmung mit dem Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA, www.g-ba.de) beschlossen, die Kosten für eine ambulant durchgeführte PET/CT bei weiteren Tumorarten zu übernehmen. Zu diesen zählen bestimmte Krankheitssituationen bei Patienten mit Lungenkrebs, Brustkrebs, Lymphdrüsenkrebs und Darmkrebs. Die Kostenerstattung bleibt jedoch meist an ganz bestimmte Fragestellungen geknüpft. Daher müssen Patienten und behandelnde Ärzte in jedem Fall klären, ob die Kosten von der jeweiligen Krankenkasse getragen werden, bevor ambulant eine PET oder PET/CT durchgeführt wird.

Das radioaktive Arzneimittel wird für jeden Patienten eigens hergestellt. Patienten, die einen Termin nicht wahrnehmen können, sollten daher unbedingt rechtzeitig (mindestens 24 Stunden) vor der Untersuchung absagen. Das Arzneimittel verfällt sonst und es entstehen unnötige Kosten, die der Patient im schlimmsten Fall selbst tragen muss.