Deutsches Krebsforschungszentrum - Krebsinformationsdienst


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Jede Vervielfältigung oder Verbreitung dieser Inhalte zum Beispiel zum Nachdruck, zur Kopie oder zur Speicherung und Weitergabe in elektronischer Form bedarf der schriftlichen Genehmigung des Krebsinformationsdienstes KID, Deutsches Krebsforschungszentrum Heidelberg.

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Nierenzellkrebs: Bösartige Erkrankungen der Niere

Zur Übersicht

Die meisten Krebserkrankungen der Niere sind so genannte Nierenzellkarzinome oder Hypernephrome. Auch die Begriffe Nierenkarzinom oder Adenokarzinom der Niere werden verwendet. Tumoren der Harnleiter oder des Nierenbeckens sind seltener; auch unterscheiden sie sich in ihrem Verhalten und werden anders behandelt als der eigentliche Nierenkrebs - Fachleute orientieren sich dabei eher an den Vorgaben für Blasenkrebserkrankungen.

Nierenzellkrebs: Ein kurzer Überblick

In den Krebsregistern werden die Erkrankungen der Niere, der Harnleiter und des Nierenbeckens gemeinsam erfasst: Etwa 6.500 Frauen und etwa 10.750 Männer erkranken pro Jahr an diesen Tumorformen, so die Gesellschaft der Epidemiologischen Krebsregister (www.gekid.de, "Krebs in Deutschland").

Junge Menschen sind sehr selten von Nierenkrebs betroffen: Frauen sind bei der Diagnose im Mittel etwa 71 Jahre, Männer 67 Jahre alt. Eine gesicherte Möglichkeit, diese Tumorform früh zu erkennen und damit eine „Krebsvorsorge“-Untersuchung anbieten zu können, gibt es bis heute nicht. Da der eigentliche Nierenkrebs oft lange keine Beschwerden macht, wird die Erkrankung nicht selten zufällig im Rahmen anderer Untersuchungen entdeckt.

Behandlung

Die Operation spielt eine wichtige Rolle in der Behandlung des Nierenzellkarzinoms; unter Umständen lässt sich heute sogar die betroffene Niere erhalten. Die Immuntherapie hat bei fortgeschrittenen Erkrankungen einen festen Stellenwert, immer häufiger in Kombination mit einer Chemotherapie. Eine Bestrahlung kommt  zum Beispiel  bei Metastasen zur Linderung krankheitsbedingter Beschwerden in Frage, wenn eine Operation nicht möglich ist.

Information am Telefon oder per E-Mail

Wir beantworten Ihre Fragen: Aktuelle Hintergrundinformationen zu den Krebserkrankungen der Niere stellt der Krebsinformationsdienst KID am Telefon und per E-Mail zur Verfügung.

  • Welche Rolle beeinflussbare Risikofaktoren in der Entstehung des Nierenzellkarzinoms spielen, wie der Arzt diese Tumorform von gutartigen Geschwulsten unterscheidet, wie die Behandlung aussieht und was Patienten nach der Therapie beachten sollten, können Sie mit uns unter der kostenlosen Telefonnummer 0800 – 420 30 40 besprechen oder in einer E-Mail an krebsinformationsdienst@dkfz.de erfragen.

Broschüren und Fachinformationen

Broschüren anderer Institutionen zum Thema Nierenkrebs, die innerhalb Deutschland kostenlos erhältlich sind, hat KID hier zusammengestellt.

Nur an Fachleute richtet  sich eine Leitlinie, die 2002 im Auftrag der Deutschen Krebsgesellschaft und der Deutschen Gesellschaft für Urologie erstellt wurde (online unter www.leitlinien.net).

  • Patienten und ihre Angehörigen, die diesen Text nutzen möchten, sollten sich auf jeden Fall mit ihren Ärzten darüber verständigen, was davon noch auf ihre Situation zutrifft und was nicht mehr: Bei der Behandlung des Nierenzellkarzinoms spielen klinische Studien eine große Rolle, und es gibt immer wieder neue Entwicklungen, deren Ergebnisse erst mit einer gewissen Verzögerung bei der Leitlinienerstellung berücksichtigt werden können.

Wilms-Tumor bei Kindern

Nicht zu verwechseln mit dem Nierenzellkarzinom bei Erwachsenen ist das Nephroblastom bei Kindern, der so genannte Wilms-Tumor. Ausführliche Informationen für die Eltern und Familienangehörigen betroffener Kinder bietet das Kompetenznetz pädiatrische und hämatologische Onkologie unter www.kinderkrebsinfo.de/e9031/e10591/e64030/index_ger.html#12.02.2009.



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Seite drucken   Zuletzt aktualisiert: 05.11.2007