
Gerne stehen die Mitarbeiter des Krebsinformationsdienstes Ihnen für weitere Auskünfte zur Verfügung – rufen Sie uns an: 0800 – 4 20 30 40, täglich von 8.00 bis 20.00 Uhr. Ihr Anruf ist für Sie kostenlos. Oder schreiben Sie eine E-Mail an krebsinformationsdienst@dkfz.deHautkrebs – dieser Begriff ist eine Sammelbezeichnung für verschiedene Erkrankungen der Haut. Ihr biologisches Verhalten ist unterschiedlich, und die einzelnen Krebsformen werden auch unterschiedlich behandelt.
Zu den Hauttumoren gehören die vergleichsweise häufigen Basaliome, die von der Basalzellschicht der Haut ausgehen. Ebenfalls häufig treten Plattenepithelkarzinome auf, die auch als Spinaliome oder Spindelzellkarzinome bezeichnet werden.
Experten schätzen, dass von 100.000 Menschen pro Jahr mindestens 100 eine solche Hautveränderung aufweisen, Tendenz steigend. Genaue Zahlen fehlen, da die einfache Entfernung beim Hautarzt oft als Therapie völlig ausreichend ist und die Krebsregister (www.gekid.de) die Basaliome und Plattenepithelkarzinome daher gar nicht erfassen. Dies gilt auch für einige weitere, etwas seltenere Hautveränderungen, die insgesamt als wenig bösartig gelten.
Einen anderen Verlauf als bei Basaliom und Plattenepithelkarzinom beobachten Mediziner beim Melanom, dem "schwarzen Hautkrebs".
Diese Hautkrebsform gilt als gefährlicher, da sich die Krebszellen rasch über das Lymphgefäßsystem oder die Blutbahn im Körper ausbreiten können. Zwar kann auch hier die chirurgische Entfernung ausreichen, bei nicht wenigen Patienten haben sich aber zum Zeitpunkt der Entdeckung schon Metastasen gebildet. Daher spielen neben einer Operation eine Immuntherapie und gegebenenfalls eine Chemotherapie oder eine Bestrahlung bei der Behandlung eine wichtige Rolle. Maligne Melanome sind wesentlich seltener als Basaliome oder Plattenepithelkarzinome: Jährlich erkranken nach Angaben der Gesellschaft der Epidemiologischen Krebsregister und des Robert-Koch-Instituts (www.gekid.de oder www.rki.de, Broschüre "Krebs in Deutschland") etwa 15.830 Menschen an einem Melanom. Fachleute schätzen, dass derzeit etwa 37.900 Frauen und 27.600 Männer mit einer höchstens fünf Jahre zurückliegenden Diagnose eines malignen Melanoms in Deutschland leben (www.rki.de, Broschüre "Verbreitung von Krebserkrankungen in Deutschland"). Mehr zur Verbreitung von Krebserkrankungen hat der Krebsinformationsdienst hier zusammengestellt.
Während beim Basaliom und den Plattenepithelkarzinomen die Belastung der Haut durch Sonne oder Solarien als Risikofaktor eine entscheidende Rolle spielt, sind beim Melanom die Zusammenhänge mit der UV-Strahlung weniger eindeutig. Eventuell spielt die Sonnenbelastung im Kindesalter eine Rolle für die Krebsentstehung bei Erwachsenen.
Wir beantworten Ihre Fragen: Aktuelle Hintergrundinformationen zu den verschiedenen Hautkrebsformen stellt der Krebsinformationsdienst KID am Telefon und per E-Mail zur Verfügung:
Eine Auswahl von Broschüren anderer Institutionen, die innerhalb Deutschland kostenlos erhältlich sind, hat KID hier zusammengestellt. Dort sind sowohl Informationen zur Vorbeugung der häufigeren Hautkrebsformen als auch Übersichten zur Behandlung zu finden.
Nur an Fachleute richten sich die drei Leitlinien zur Diagnostik und Behandlung von Basaliomen, Plattenepithelkarzinomen sowie von Melanomen, die 2005 von Hautkrebsexperten im Auftrag der Deutschen Krebsgesellschaft und der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft und in Zusammenarbeit mit weiteren Fachgesellschaften erstellt wurden (online bei der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Onkologie in der Krebsgesellschaft unter www.ado-homepage.de oder unter www.leitlinien.net).
Nicht zur Gruppe der Hauttumoren zählen Fachleute die so genannten
kutanen Lymphome: Diese Krebsform zeigt sich zwar durch
Hautveränderungen, geht aber von Blut- und Knochenmarkszellen aus. Eine Übersicht über die wichtigsten Fakten zu den kutanen Lymphomen lesen Sie in der Rubrik"Krebsarten", Stichwort "Lymphome".