
Gerne stehen die Mitarbeiter des Krebsinformationsdienstes Ihnen für weitere Auskünfte zur Verfügung – rufen Sie uns an: 0800 – 4 20 30 40, täglich von 8.00 bis 20.00 Uhr. Ihr Anruf ist für Sie kostenlos. Oder schreiben Sie eine E-Mail an krebsinformationsdienst@dkfz.deErste Warnzeichen für eine Magenkrebserkrankung sind eher uncharakteristisch: Viele Betroffene leiden zunächst unter allgemeinen Verdauungsbeschwerden und haben das Gefühl, viele Lebensmittel nicht mehr so gut wie früher zu vertragen. Zum Arzt sollte man auf jeden Fall gehen, wenn
Gerade ältere Menschen nehmen die oben genannten Beschwerden oft zu lange hin, weil sie sie für altersbedingt halten. Erst wenn die meist zu beobachtende Gewichtsabnahme auffällig wird oder sich der Stuhl durch Blutungen im Verdauungstrakt schwarz färbt, führen sie diese Symptome zum Arzt.
Ein chronischer Blutverlust macht sich auch im Blutbild bemerkbar, was dann bei Routineuntersuchungen als Mangel an roten Blutkörperchen auffällt, einer sogenannten Anämie. Auch andere Laborwerte können sich bei einer Magenkrebserkrankung verändern. Anhand einer Blutprobe allein lässt sich Magenkrebs jedoch auf keinen Fall feststellen.
Eine Untersuchung auf Magenkrebs gehört nicht zur üblichen "Krebsvorsorge", dem gesetzlichen Früherkennungsprogramm. Einfache Möglichkeiten fehlen, die sich bei einer solchen Routineuntersuchung schnell und vergleichsweise sicher durchführen ließen - sicher nachweisen kann man Magenkrebs nämlich nur mit einer Magenspiegelung.
Da die Erkrankung in Deutschland vergleichsweise selten ist und man bisher Bevölkerungsgruppen mit besonders hohem Risiko nicht identifizieren kann, macht es wenig Sinn, Gesunde regelmäßig ohne Anlass dieser Untersuchung zu unterziehen – der Aufwand und die Belastung für gesunde Menschen ohne Beschwerden stünden in keinem Verhältnis zum Nutzen.