
Gerne stehen die Mitarbeiter des Krebsinformationsdienstes Ihnen für weitere Auskünfte zur Verfügung – rufen Sie uns an: 0800 – 4 20 30 40, täglich von 8.00 bis 20.00 Uhr. Ihr Anruf ist für Sie kostenlos. Oder schreiben Sie eine E-Mail an krebsinformationsdienst@dkfz.deDieser Text ist Teil umfassender Informationen zum Thema Lungenkrebs: Er informiert über Symptome, die im Zusammenhang mit einer Lungenkrebserkrankung auftreten können.
Für Fragen, die über diesen kurzen, allgemein gehaltenen Überblick hinaus gehen, steht der Krebsinformationsdienst auch am Telefon oder per E-Mail zur Verfügung. Informationen aus dem Internet, einer E-Mail oder einem Telefongespräch können eine persönliche Beratung und die Abklärung gesundheitlicher Beschwerden durch einen Arzt jedoch nicht ersetzen.
Als Informationsquellen wurden, soweit es sich nicht um Lehrbuchwissen handelt, im Wesentlichen Behandlungsleitlinien deutscher und internationaler Fachgesellschaften verwendet. Die bei der Texterstellung genutzten Quellen sind nach Möglichkeit direkt verlinkt, zudem sind sie im Kapitel "Mehr wissen zum Thema Lungenkrebs" unter dem Stichwort "Fachliteratur" aufgeführt.
Früherkennung: Bisher kaum möglich
Symptome: Warnzeichen wenig typisch
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Für Patienten mit einem Bronchialkarzinom gibt es umso mehr Behandlungsmöglichkeiten und bessere Heilungschancen, je früher ihre Erkrankung erkannt wird. Trotz aller Forschung eignet sich allerdings keine Untersuchung für die breite Anwendung bei symptomlosen Gesunden. Bisher getestete Verfahren, von denen man sich viel versprochen hatte, wie etwa Röntgenreihenuntersuchungen oder Untersuchungen von abgehustetem Schleim, blieben ohne Erfolg: Sie waren nicht aussagekräftig genug und boten nur eine geringe "Trefferquote". Insgesamt sind alle bisher geprüften Verfahren als Früherkennungs- oder Screening-Untersuchung für die gesunde Bevölkerung im Vergleich zum Nutzen zu aufwendig und zu belastend.
Neue Untersuchungen konzentrieren sich daher heute vor allem auf Menschen, die ein besonders hohes Risiko tragen, vor allem auf Raucher. Seit einiger Zeit werden neuere Methoden erprobt, so etwa die Spiral-Computertomographie (CT) mit niedriger Strahlendosis. Auch die Möglichkeit, Bronchialsekret oder Sputum mit molekularbiologischen Methoden zu untersuchen, wird weiter verfolgt. Bisher steht der allgemeine Beleg für einen Nutzen solcher Untersuchungen bei Risikogruppen noch aus. Erste Studienergebnisse aus dem National Lung Screening Trial aus den USA liegen vor, haben in Deutschland jedoch bislang keine Auswirkungen. Regelmäßige CT-Untersuchungen, selbst für starke Raucher, werden außerhalb von klinischen Studien derzeit nicht empfohlen. Auch zur Routine-Untersuchung des Sputums raten Experten in der zurzeit gültigen Leitlinie für die Früherkennung von Lungenkrebs nicht.
Aktuell bleibt Menschen, die sich um ihr Lungenkrebsrisiko sorgen, nur die Vorbeugung, also die Vermeidung der bekannten Risikofaktoren.
Lungenkarzinome verursachen in frühen Stadien nur selten Beschwerden. Kleine Tumoren werden fast immer zufällig entdeckt, zum Beispiel bei einer Röntgenuntersuchung des Brustkorbs aus anderem Anlass. Umso wichtiger ist es, vor allem für Raucher, Symptome ernst zu nehmen und mit dem Arzt zu besprechen. Die Krankheitszeichen sind leider oft so vieldeutig, dass sie häufig zunächst verkannt werden, etwa als chronische Bronchitis.
Neu einsetzender und über Wochen anhaltender Husten oder die Verschlimmerung eines chronischen Hustens führen Betroffene am häufigsten zum Arzt. Auf Nachfrage stellt sich oft heraus, dass sie sich seit längerem abgeschlagen fühlen, kurzatmig waren oder an Gewicht verloren haben. Häufig verschleimte Bronchien kennen vor allem Raucher. Klagen Patienten auch über Auswurf mit Blutbeimengungen oder verstärkt sich der Auswurf, kommen Schmerzen, Fieberschübe oder Atemnot hinzu, sind dies Warnsignale, die sofort zum Arzt führen sollten.
Wenn der Tumor sich über die Lunge hinaus ausgebreitet hat, können auch Absiedlungen in anderen Organen Symptome verursachen, sogenannte Metastasen. Bei nicht wenigen Betroffenen sind diese Beschwerden sogar der erste Hinweis auf die Erkrankung.
Bei Befall der Knochen leiden Patienten häufig unter Schmerzen, die zunächst zum Beispiel als "Arthrose" gedeutet werden. Ist die Leber betroffen, kommt es oft zu Gewichtsverlust, Schwäche und Müdigkeit, ebenfalls eher unspezifischen Symptomen. Erst eine Gelbverfärbung der Augen, der Ikterus, ist ein deutlicherer Hinweis auf eine Leberschädigung. Metastasen im Gehirn können neurologische Symptome verursachen, zum Beispiel Lähmungen, Kopfschmerzen, aber auch Verwirrtheit, Krampfanfälle oder Wesensveränderungen.
Vor allem kleinzellige Lungenkarzinome können hormonartige Substanzen bilden, die ins Blut abgegeben werden. Da diese Substanzen im Übermaß produziert werden, führen sie zu typischen Veränderungen im Blut oder unterschiedlichen, aber für den Arzt wegweisenden Beschwerden. Dazu gehören zum Beispiel Blutarmut, zu viel Kalzium im Blut (Hyperkalziämie), Blutgerinnungsstörungen, neurologische Symptome oder Hautveränderungen. Solche sogenannten paraneoplastischen Syndrome sind bei einem kleinen Teil der Betroffenen sogar das erste Zeichen der Erkrankung.