
Gerne stehen die Mitarbeiter des Krebsinformationsdienstes Ihnen für weitere Auskünfte zur Verfügung – rufen Sie uns an: 0800 – 4 20 30 40, täglich von 8.00 bis 20.00 Uhr. Ihr Anruf ist für Sie kostenlos. Oder schreiben Sie eine E-Mail an krebsinformationsdienst@dkfz.deDer folgende Text "Gebärmutterhalskrebs: Früherkennung, Symptome und ihre Abklärung" ist Teil einer umfassenderen Information zum Thema Zervixkarzinom. Sie richtet sich an Patientinnen mit dieser Erkrankung, ihre Angehörigen und Freunde. Informationen aus dem Internet können es erleichtern, sich ein Bild über eine Krebserkrankung zu machen. Sie ersetzen jedoch nicht das Gespräch mit den behandelnden Ärzten.
Die Untersuchungen zur Früherkennung von Veränderungen am Gebärmutterhals sind wenig belastend und einfach durchführbar. Sie ermöglichen es zudem, Vorstadien der Krebserkrankung rechtzeitig zu erkennen. Gebärmutterhalskrebs gehört daher zu den wenigen Tumorformen, die man schon vor der eigentlichen Krebsentwicklung behandeln und in frühen Stadien in der Regel heilen kann. Es gibt keine wirklich typischen Symptome eines Zervixkarzinoms, da die Frühformen dieser Krebserkrankung keine Beschwerden verursachen. Umso wichtiger ist es, sich regelmäßig einer Untersuchung zu unterziehen.
Alle Frauen ab dem Alter von 20 haben in Deutschland im Rahmen des gesetzlichen Früherkennungsprogramms Anspruch auf eine jährliche gynäkologische Krebsfrüherkennungsuntersuchung. Dabei untersucht der Gynäkologe äußere und innere Geschlechtsorgane und führt Zellabstrichuntersuchungen (Zytologie, Pap-Test) durch. Bei korrekter Durchführung des Tests und regelmäßiger Inanspruchnahme der Untersuchung können 80 bis 90 Prozent der auffälligen Gewebeveränderungen frühzeitig erkannt und effektiv behandelt werden.
Dieses Programm gilt heute in vielen Ländern als Standard. Nur die Empfehlungen zu den zeitlichen Abständen und zum Alter, in dem mit der Früherkennung begonnen werden sollte, unterscheiden sich zum Beispiel innerhalb Europas oder im Vergleich zu den USA.
Mehr zum gesetzlichen Früherkennungsprogramm lesen Sie in dem Text "Gebärmutterhalskrebs – so läuft die Früherkennung ab". Er informiert allgemein über die derzeit zum Programm zählenden Untersuchungen, die Einteilung der Befunde nach dem so genannten Pap-System (nach Papanicolaou) sowie über die Behandlung von Krebsvorstufen und Veränderungen, die noch nicht als Krebserkrankung im engeren Sinn gewertet werden.
Selbst wenn sich aus den Krebsvorstufen, die einer Erkrankung vorausgehen, ein echtes Zervixkarzinom entwickelt hat, spürt eine betroffene Frau davon nicht automatisch etwas. Noch dazu lassen sich erste Anzeichen eines Zervixkarzinoms leicht mit typischen Beschwerden verwechseln, die auch bei einer Entzündung oder gutartigen Geschwülsten entstehen. Da auch Infektionen oder kleine gutartige Wucherungen aber langfristig ernste Gesundheitsprobleme verursachen können, sollten Frauen mit den folgenden Symptomen selbst dann einen Arzt aufsuchen, wenn gerade kein Termin zur Früherkennung ansteht:
Normalerweise lässt sich relativ einfach abklären, welche Ursache hinter den genannten Symptomen steht. Erhärtet sich der Verdacht auf ein Zervixkarzinom aber, besteht die Möglichkeit, dass sich die Erkrankung bei den genannten Beschwerden nicht mehr im Frühstadium befindet. Die Angst vor Krebs und den damit verbundenen Konsequenzen ist oft sehr groß; viele Menschen meiden daher lieber den Arztbesuch. Doch gerade bei Gebärmutterhalskrebs kann eine rechtzeitige Abklärung der Symptome lebensrettend sein.