Darmkrebs: Früherkennung mit Stuhltest und Koloskopie
Ein Tumor im Dickdarm wächst nicht von heute auf morgen. Betroffene spüren meist lange nichts davon. Blut im Stuhl, länger anhaltender Durchfall, chronische Verstopfung oder andere Veränderungen bei der Verdauung, die nicht mit einer Ernährungsumstellung in Zusammenhang stehen, sind oft erst vergleichsweise späte Symptome von Darmkrebs. Schmerzen bereitet die Krankheit meist ebenfalls erst in einem fortgeschrittenen Stadium.
Der folgende Text richtet sich an Menschen, die sich über die Möglichkeiten der Darmkrebsfrüherkennung informieren möchten. Aufgeführt sind auch weitere Informationsquellen. Die persönliche Entscheidung für oder gegen die Früherkennung lässt sich zwar besser treffen, wenn man über die Vor- und Nachteile Bescheid weiß. Wichtig ist aber auch das Wissen um die eigenen, individuellen Risiken. Daher lässt sich das Gespräch mit dem Arzt durch Auskünfte aus dem Internet nicht ersetzen.
Letzte Aktualisierung: 22.02.2013
Inhaltsübersicht
Als Quellen für den folgenden Text hat der Krebsinformationsdienst deutsche und internationale Leitlinien genutzt. Weitere Quellen sind im Text genannt, eine Zusammenstellung findet sich außerdem am Ende des Textes.
Angebote in Deutschland
Wird Darmkrebs in einem frühen Stadium erkannt, sind die Heilungsaussichten gut. Bei einer Darmspiegelung können sogar Krebsvorstufen entfernt werden, bevor sie entarten. Im Rahmen des gesetzlichen Krebsfrüherkennungsprogramms haben Männer und Frauen ab dem Alter von 50 Anspruch auf regelmäßige Untersuchungen. Dazu gehört die jährliche Untersuchung auf verstecktes Blut im Stuhl ("occultes" Blut) mit einem Papierstreifentest. Ab dem Alter von 55 empfehlen Experten die endoskopische Untersuchung des Dickdarms, die so genannte Koloskopie oder Darmspiegelung. Ist das Ergebnis unauffällig, muss die Spiegelung erst nach zehn Jahren wiederholt werden. Wer die Koloskopie nach Abwägung aller Vor- und Nachteile ablehnt, kann ab 55 alle zwei Jahre einen Stuhltest machen.
Die Austastung des Enddarms durch den Arzt gehört nicht zur eigentlichen Darmkrebsfrüherkennung, auch wenn viele Ärzte sie zum Beispiel bei der Untersuchung der Prostata bei Männern oder bei Frauen im Rahmen der gynäkologischen Untersuchung durchführen.
Über die Details informiert ein Faltblatt des Gemeinsamen Bundesausschusses unter www.g-ba.de/downloads/17-98-2233/2010-07-27_Merkblatt%20Darmkrebs.pdf.
Solche Früherkennungs- und Reihenuntersuchungen für Gesunde bezeichnet man auch als "Screening". Ihr Nutzen wurde vor der Einführung in umfangreichen Studien geprüft. Auch nach der Einführung findet eine kontinuierliche Diskussion der Vor- und Nachteile anhand neuer Veröffentlichungen statt.
Und viele weitere Studien haben neue Erkenntnisse erbracht: Insbesondere das Angebot der Darmspiegelung wird seit der Einführung 2002 kontinuierlich weiter überprüft. Ein wichtiges Fazit: Da sich bei dieser Untersuchung auch Krebsvorstufen erkennen und entfernen lassen, erkranken bei regelmäßiger Durchführung viele Menschen erst gar nicht an Darmkrebs.
Wohin gehen zur Beratung und Früherkennung?
Die Untersuchung kann vom Hausarzt veranlasst werden, bei Frauen wird oft auch der behandelnde Gynäkologe aktiv. Sie geben Stuhlbriefchen für die Untersuchung auf verstecktes Blut aus. Zur Darmspiegelung müssen Haus- oder Frauenarzt dagegen überweisen: Die Koloskopie darf nur von Medizinern durchgeführt werden, die eine besondere Weiterbildung und ein Zertifizierungsverfahren für diese Krebsfrüherkennungsuntersuchung absolviert haben.
Besonderes Risiko? Krebs in der Familie?
Menschen, in deren Familie Darmkrebs bereits aufgetreten ist oder die selbst besondere Risikofaktoren aufweisen (mehr dazu hier), sollten mit ihren Ärzten besprechen, ob sie früher mit regelmäßigen Früherkennungen beginnen, und nicht erst mit 50 Jahren.
Recht auf Nichtwissen?
Die Darmkrebsfrüherkennung ist keine Pflicht: Niemand muss teilnehmen. Wer sich gegen eine Früherkennungsuntersuchung entscheidet, verliert deshalb weder seinen Versicherungsschutz, noch wird die Behandlung verweigert, falls später tatsächlich eine Krebserkrankung auftritt.
In der Krebsfrüherkennungs-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses ist für jüngere Menschen seit 2007 allerdings eine Beratungspflicht festgelegt (www.g-ba.de/informationen/richtlinien/17, Stichwort "Beratungspflicht"):
Frauen, die nach dem 1. April 1987, und Männer, die nach dem 1. April 1962 geboren wurden, sollten sich von ihrem Arzt über die Vor- und Nachteile der Krebsfrüherkennung aufklären lassen.
Mehr zur Beratungspflicht und möglichen Konsequenzen hat der Krebsinformationsdienst im Überblick zum gesetzlichen Früherkennungsprogramm zusammengestellt.
Test auf Blut im Stuhl
Die Früherkennung wird Frauen und Männern ab dem Alter von 50 Jahren angeboten. Zu diesem Zeitpunkt sieht das Programm einen Schnelltest auf verborgenes Blut im Stuhl vor.
Der zu Hause durchführbare Stuhltest weist unsichtbares Blut mit biochemischen Methoden nach. Der Arzt gibt drei Testbriefchen mit nach Hause. Sie werden meist kurz als Guajak-Test oder "Hämoccult" bezeichnet, unabhängig vom tatsächlichen Markennamen des verwendeten Testsets. Der Fachbegriff lautet fäkaler Okkultbluttest, abgekürzt FOBT.
Zu Hause bringt man an drei verschiedenen Tagen kleine Proben aus dem Stuhlgang auf die Briefchen auf, verschließt sie und übergibt oder schickt sie dem Arzt. Er lässt den Test in einem Labor auswerten. Das Ergebnis erfährt man meist innerhalb von ein bis zwei Wochen.
Viele Ärzte bieten noch das Austasten des Enddarms an. Diese sogenannte digital-rektale Untersuchung ist aber kein offizieller Bestandteil des gesetzlichen Früherkennungsprogramms: Mit dem tastenden Finger lassen sich nur höchstens zehn Prozent aller Tumoren entdecken.
Wie zuverlässig sind die gängigen Tests auf verstecktes Blut?
Ein spezifischer Krebstest ist die biochemische Stuhluntersuchung nicht: Wenn das Ergebnis positiv ist, wenn also Blut nachgewiesen wird, so muss das nicht gleich Krebs bedeuten:
Nur bei einem von zehn Menschen, bei denen der Test angeschlagen hat, wird durch weitere Untersuchungen tatsächlich ein bösartiger Tumor entdeckt. Bei den übrigen neun hat die Blutung andere Ursachen, zum Beispiel Polypen im Darm, Hämorrhoiden oder Darmentzündungen. Andererseits blutet nicht jeder bösartige Tumor, so dass auch bei einem negativen Testergebnis eine Krebserkrankung vorliegen kann.
Wenn Blutbeimengungen im Stuhl gefunden wurden, so müssen die Ursachen durch weitere Untersuchungen geklärt werden. Dazu gehört vor allem die Darmspiegelung.
Darmspiegelung
Der überwiegende Teil des Dickdarms ist mit einer Tastuntersuchung nicht erreichbar. Hier sind Veränderungen am besten durch eine Spiegelung des Organs zu erkennen, die so genannte Koloskopie. Deshalb haben seit Oktober 2002 alle gesetzlich Krankenversicherten ab dem 55. Geburtstag Anspruch auf eine Koloskopie, bei der der gesamte Dickdarm untersucht werden kann. Der Vorteil: Mit dieser Darmspiegelung lassen sich auch Krebsvorstufen wie Polypen erkennen und gleich entfernen. Der Nutzen überwiegt mögliche Risiken oder Nebenwirkungen der Koloskopie.
Findet der Arzt keine Veränderungen, ist eine Wiederholung der Untersuchung erst nach zehn Jahren notwendig. Dies haben vergleichende Untersuchungen ergeben. Fachleute begründen diesen vergleichsweise langen Abstand mit der Beobachtung, dass Darmkrebs meist aus zunächst gutartigen Vorstufen entsteht. Solche Polypen wachsen in der Regel langsam, und es dauert einige Zeit, bis sich das Gewebe tatsächlich zu echten Karzinomen umbildet.
Aufklärung, Vorbereitung, Durchführung
Zur Vorbereitung auf die Koloskopie muss der Darm vollständig entleert werden. Wie diese Darmreinigung durchgeführt wird und was Patienten einige Tage vor der Untersuchung beim Essen beachten sollten, erläutert der durchführende Arzt vorab. Bei einem Vorgespräch kann auch geklärt werden, ob wegen der Vorbereitung und der Durchführung eine Krankmeldung für den Arbeitgeber möglich ist. Notwendig ist in der Woche vor der Darmspiegelung auch ein Bluttest, um mögliche Gerinnungsstörungen zu erkennen und das Risiko von Blutungen im Darm zu minimieren. Diese Untersuchung ist beim Hausarzt möglich, oder auch beim Arzt, der die Darmspiegelung durchführt.
Ein, zwei Tage vor der Untersuchung sollte man auf schwer verdauliche Speisen verzichten. Das eigentliche Abführen muss heute normalerweise erst am Nachmittag oder Abend vor der Untersuchung begonnen werden. Spätestens dann darf man auch nichts mehr essen. Tagelanges vorheriges Fasten ist aber meist nicht nötig.
Der Arzt erklärt beim Vorgespräch auch, wie die Untersuchung ablaufen wird und welche Risiken oder sonstige Folgen sie möglicherweise hat. Menschen, die unter Vorerkrankungen leiden und Angst vor dem Abführen oder den Einschränkungen bei Essen in den Tagen vorher haben, erfahren hier auch, ob sie etwas Besonderes beachten müssen.

Für die eigentliche Untersuchung liegt man seitlich auf einer Liege. Der Arzt führt einen etwa fingerdicken, biegsamen Schlauch mit einer kleinen Kamera am Ende in den Enddarm ein. Dieser wird dann durch den gesamten Dickdarm geschoben. Währenddessen wird Luft eingeblasen, damit der Arzt den Darm besser begutachten kann. Beim langsamen Zurückziehen kontrolliert der Arzt die Dickdarmschleimhaut. Verdächtige Gewebewucherungen können mit kleinen Instrumenten entfernt werden, die ebenfalls durch den Schlauch eingeschoben werden.
Mit den heutigen Geräten, die mit weichen Schläuchen und winzigen Kameras und Lichtquellen arbeiten, ist die Untersuchung höchstens unangenehm, aber selten schmerzhaft. Sie kann ambulant durchgeführt werden und belastet den Körper nicht. Die Risiken sind gering. Möglich sind kleine Blutungen im Darm, vor allem dann, wenn Krebsvorstufen entfernt werden. Ist durch eine vorherige Blutuntersuchung gesichert, dass es keine Gerinnungsstörungen gibt, sind solche Blutungen aber meist harmlos.
Zu schweren Komplikationen, etwa einem Durchstechen des Darms oder starken Blutungen, kommt es nur sehr selten: In Studien zeigte sich, dass höchstens 6 von 10.000 Patienten betroffen sind. Anders kann es bei Menschen aussehen, die Vorerkrankungen haben oder zum Beispiel schon einmal eine Bauchoperation hatten. Dann kann der Darm weniger beweglich und stärker mit dem umliegenden Gewebe verwachsen sein. Wie hoch das persönliche Risiko für Verletzungen des Darms bei der Untersuchung oder für sonstige unerwünschte Folgen ist, können dann nur die behandelnden Ärzte beurteilen - pauschale Aussagen dazu sind schwer möglich.
Nach der Untersuchung kann man sofort wieder essen, auch dann wenn Krebsvorstufen entfernt wurden. Nur wer ein Beruhigungsmittel erhalten hat, sollte solange warten, bis dessen Wirkung nachlässt. Durch die eingeblasene Luft kann es nach der Darmspiegelung gelegentlich zu Blähungen kommen.
Insgesamt ist die Darmspiegelung weit weniger belastend, als viele Menschen befürchten. Eine Befragung, die über knapp zwei Jahre in Berliner Praxen durchgeführt wurde (BECOP: Berlin Colonoscopy Project) belegt, dass 76 von 100 der Befragten die Untersuchung als "gut akzeptabel" bezeichneten, 16 von 100 fanden die Darmspiegelung "etwas unangenehm" und 7 von 100 "unangenehm, aber ertragbar". Nur 1 von 100 Teilnehmern schätzte sie im Nachhinein als "sehr unangenehm" ein. Von den Untersuchten hatten 83 Prozent ein Beruhigungsmittel erhalten.
Wer Angst vor der Untersuchung hat, sollte sich mit dem Arzt über eine kurzfristige Abhilfe beraten, etwa ein Beruhigungsmittel, mit dem man die Untersuchung weitgehend verschläft. Ob man nach dem Einsatz von Medikamenten am Tag der Untersuchung noch selbst Auto fahren oder arbeiten darf, sollte man vorab beim Arzt erfragen.
Alternativen zur Koloskopie
Wer sich gegen die Koloskopie entscheidet, kann stattdessen ab dem dem Alter von 55 im Abstand von zwei Jahren weiterhin das Angebot des Tests auf verborgenes Blut wahrnehmen, so die Bestimmungen des Früherkennungsprogramms.
Wenn eine Darmspiegelung durchgeführt wurde, sind diese Untersuchungen dagegen nicht mehr erforderlich. Denn wenn bei der Koloskopie keine Veränderungen der Darmschleimhaut festgestellt wurden, ist die Wahrscheinlichkeit gering, dass sich innerhalb der nächsten zehn Jahre ein bösartiger Tumor entwickelt.
Andere Verfahren sind dagegen bis heute kein Teil der regulären "Krebsvorsorge" auf Darmkrebs. Sie sollten nur im Rahmen von Studien durchgeführt werden oder nur dann, wenn die regulären Verfahren nicht möglich sind. Einige neuere Angebote müssen dann auch selbst bezahlt werden, hier einige Beispiele:
Virtuelle Koloskopie, Sigmoidoskopie
Bei der so genannten virtuellen Koloskopie wird der Darm anstelle einer endoskopischen Spiegelung durch eine Computertomographie untersucht. Experten gehen davon aus, dass die Strahlenbelastung den Nutzen derzeit nicht rechtfertigt, auch wenn die Untersuchung als vergleichsweise zuverlässig gilt. Die virtuelle Koloskopie kann im Ausnahmefall eingesetzt werden, wenn eine Darmspiegelung als riskant und zu belastend angesehen wird oder wenn durch Narbenbildung und Verengungen eine Koloskopie nicht durchführbar ist.
Werden bei dieser Untersuchung Krebsvorstufen oder sogar Tumoren entdeckt, hat der Patient allerdings nichts gewonnen: Dann müssen doch eine Darmspiegelung oder sogar eine offene Bauchoperation durchgeführt werden, um die Veränderungen zu entfernen.
Moderne Stuhltests
Noch Gegenstand der Forschung sind Tests, die die biochemische Untersuchung auf verstecktes Blut im Stuhl langfristig ersetzen sollen. Die bisherigen Studienergebnisse sind jedoch zumindest für einige Verfahren sehr vielversprechend. So lässt sich der bisher biochemisch geführte Nachweis von Blut im Stuhl durch neuere, immunologische Verfahren verbessern ("immunologische fäkale Okkultbluttests", abgekürzt iFOBT). Sie nutzen Antikörper, um den Blutfarbstoff Hämoglobin in Stuhlproben zu identifizieren. Studien zeigen, dass diese immunologischen Tests empfindlicher und weniger störanfällig sind, als die bisher genutzten Tests. Experten erwarten, dass sie bald im gesetzlichen Früherkennungsprogramm die bisherigen Tests ersetzen werden.
Zu anderen Verfahren sind noch mehr Fragen offen: Wissenschaftler hoffen mit verschiedenen molekularbiologischen Methoden "Marker" von Krebszellen im Stuhl nachweisen zu können. Dazu zählen etwa Stücke von Erbmaterial (DNA) mit krebstypischen Veränderungen oder bestimmte Enzyme, die von Darmkrebszellen vermehrt gebildet werden.
Mehrere der neu entwickelten Tests werden bereits als sogenannte individuelle Gesundheitsleistung angeboten, abgekürzt IGeL. Dies bedeutet, dass man die Tests - nach entsprechender Information über die Vor- und Nachteile – zwar durchführen lassen kann, sie aber selbst bezahlen muss. Was man wissen sollte, bevor man solche Angebote wahrnimmt, hat der Krebsinformationsdienst im Text "IGeL" zusammengestellt.
Ausblick: Was wird sich in den nächsten Jahren ändern?
Viele Experten erwarten, dass sich die Rahmenbedingungen der Darmkrebsfrüherkennung in den kommenden Jahren ändern werden. Im Nationalen Krebsplan wurde beispielsweise diskutiert, in Zukunft alle berechtigten Versicherten zur Darmkrebsfrüherkennung aktiv einzuladen. Entsprechende Modellprojekte werden bereits durchgeführt.
Welche Rolle neue Testverfahren für die organisierte Früherkennung in Zukunft spielen werden, wird ebenfalls erörtert. Mehr zur Diskussion innerhalb des Nationalen Krebsplans bietet das Bundesministerium für Gesundheit unter www.bmg.bund.de/praevention/nationaler-krebsplan/was-haben-wir-bisher-erreicht.html, in den Zielen des "Handlungsfeldes 1".
Weiterführende Abklärung: Was tun bei Krebsverdacht?
Welche Untersuchungen für Menschen sinnvoll sind, bei denen ein konkreter Krebsverdacht besteht, ist im folgenden Kapitel geschildert.
Zum nächsten Kapitel
Die Krebsfrüherkennungs-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses findet sich im Internet unter www.g-ba.de/downloads/62-492-510/RL_KFU_2010-12-16.pdf.
Eine Zusammenfassung aller Vorsorge- und Früherkennungsangebote in Deutschland bietet das Bundesministerium für Gesundheit unter www.bmg.bund.de/fileadmin/dateien/Downloads/G/GKV/Tabelle_Frueherkennung_Krebs__GKV_Leistungen_110331.pdf.
Der Nationale Krebsplan ist ein im Juni 2008 initiiertes Kooperationsprogramm zur Krebsbekämpfung. Beteiligt sind über 20 Organisationen und über 100 Fachexperten des Gesundheitswesens, darunter auch das Deutsche Krebsforschungszentrum und der Krebsinformationsdienst. Eine PDF-Version zum Herunterladen findet sich unter www.bmg.bund.de/fileadmin/dateien/Publikationen/Praevention/Broschueren/Broschuere_Nationaler_Krebsplan_-_Handlungsfelder__Ziele_und_Umsetzungsempfehlungen.pdf. Ziel 2 beschäftigt sich mit der Weiterentwicklung der Darmkrebs-Früherkennung.
Ein Merkblatt des Gemeinsamen Bundesauschusses zur Darmkrebs-Früherkennung findet sich unter www.g-ba.de/downloads/17-98-2233/2010-07-27_Merkblatt%20Darmkrebs.pdf.
Eine medizinische S3-Leitline für die Früherkennung, Diagnostik, Therapie und Nachsorge des kolorektalen Karzinoms ist im Internet als PDF-Dokument abrufbar unter www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/021-007OL.html. Sie wird verantwortet von der Deutschen Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) und weiteren Fachgesellschaften. Im Moment wird diese Leitlinie gerade überarbeitet und aktualisiert.
Empfehlungen zur Qualitätssicherung bei der Früherkennung und Diagnose von Dickdarmkrebs wurden auch in einer europäischen Leitlinie dargelegt: Segnan N, Patnick J, & von Karsa L (2010). European guidelines for quality assurance in colorectal cancer screening and diagnosis - First Edition, European Commission, Publications Office of the European Union, Luxembourg; im Internet unter https://shr.dkfz-heidelberg.de/dbkid/LinkDokus/1163_Segnan_et_al_2010_EU_Leitlinie.pdf.
Fachartikel:
Die im Folgenden aufgeführten Artikel stellen eine Auswahl genutzter Quellen und Hintergrundinformationen dar. Fachveröffentlichungen liegen überwiegend in englischer Sprache vor, sie richten sich an vorinformierte Leser und sind meist nur über wissenschaftliche Bibliotheken oder kostenpflichtige Onlinedienste zugänglich.
Adler A, Aschenbeck J, Aminalai A, Drossel R, Schröder A, Mayr M, Wettschureck E, Papanikolaou I, Wiedenmann B, Rösch T (2008). Prospektive Qualitätserfassung der Vorsorge-Koloskopie in Berlin (Berlin Colonoscopy Project, BECOP-3). Zeitschrift für Gastroenterologie 2008; 46 - P422. DOI: 10.1055/s-0028-1089797. Eine Zusammenfassung des Artikels findet sich im Internet unter www.thieme-connect.com/ejournals/abstract/10.1055/s-0028-1089797, Infos zur Studie auch unter www.berliner-gastroenterologen.de, Rubrik "Neuigkeiten", Stichwort "Studienprojekte".
Hewitson P, Glasziou P, Irwig L, Towler B, Watson E (2011). Cochrane systematic review of colorectal cancer screening using the fecal occult blood test (hemoccult): an update. American Journal of Gastroenterology 2008;103:1541–1549. DOI: 10.1111/j.1572-0241.2008.01875.x.
Hundt S, Haug U, Brenner H (2009). Comparative evaluation of immunochemical fecal occult blood tests for colorectal adenoma detection. Annals of Internal Medicine 2009 Feb 3;150(3):162-9.
Miller S, Steele S (2012). Novel molecular screening approaches in colorectal cancer. Journal of Surgical Oncology. 2012 Apr 1;105(5):459-67. DOI: 10.1002/jso.21704.
Pox CP, Altenhofen L, Brenner H, Theilmeier A, Von Stillfried D, Schmiegel W (2012). Efficacy of a nationwide screening colonoscopy program for colorectal cancer. Gastroenterology 2012 Jun;142(7):1460-7.e2. DOI: 10.1053/j.gastro.2012.03.022.
Stock C, Ihle P, Sieg A, Schubert I, Hoffmeister M, Brenner H (2013). Adverse Events requiring hospitalization within 30 days after outpatient screening and nonscreening colonoscopies. Gastrointestinal Endoscopy 2013 Mar;77(3):419-29., DOI: 10.1016/j.gie.2012.10.028.
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