Deutsches Krebsforschungszentrum - Krebsinformationsdienst


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Brustkrebs - Lokalrezidiv: Behandlung bei einem örtlich begrenztem Rückfall

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Das Kapitel "Behandlung eines auf die Brust begrenzten Rückfalls" ist Teil einer umfassenderen Information zum Thema Mammakarzinom. Sie richtet sich an Patientinnen, bei denen eine Brustkrebserkrankung nach zunächst erfolgreicher Behandlung wieder auftritt, aber nach wie vor auf die Brust beschränkt ist. Patientinnen, bei denen sich ein Rückfall der Brustkrebserkrankung durch Metastasen in den Knochen oder anderen Organen bemerkbar macht, finden Informationen für ihre Situation hier.

Besteht der Verdacht auf einen Rückfall einer Brustkrebserkrankung, brauchen Patientinnen eine gute Ausbreitungsabschätzung, um eine Metastasierung mit Streung von Tumorzellen im Körper von einem auf die Brust begrenzten Rückfall zu unterscheiden.
Bei etwa fünf bis zehn von hundert Patientinnen kommt es innerhalb von zehn Jahren nach der Erstbehandlung zu erneutem Tumorwachstum nur im verbliebenen Brustgewebe. Wurde die Brust entfernt, kann ein Rückfall an der Brustkorbwand auftreten. Die Fachleute sprechen von einem Lokalrezidiv, dem Wiederauftreten des Tumors am ursprünglichen Ort. Anzeichen dafür können knotige Veränderungen oder Rötungen der operierten Brustseite sein. Kleinere Veränderungen werden in der Mammographie sichtbar, die in der Nachsorge eingesetzt wird. Falls die Mammographie-Aufnahmen nicht sicher beurteilbar sind, wird eine Kernspintomographie durchgeführt.

  • Der Verdacht auf ein Lokalrezidiv sollte wie bei der Abklärung der ersten Erkrankung durch eine Stanzbiopsie bestätigt werden - die bildgebenen Verfahren allein reichen nicht aus.
  • Sicher abgeklärt werden muss, ob der Tumor sich nicht doch auch in andere Organe oder Gewebe ausgebreitet hat. Sollten Anzeichen für eine Tumorabsiedelung in Knochen, Leber oder anderen Organen gefunden werden, sieht die Behandlung anders aus.

Behandlung eines Lokalrezidivs

Bei einem Lokalrezidiv nach brusterhaltender Operation wird die Brust meist in einer Mastektomie entfernt. Vorher sollte die Möglichkeit eines plastischen Wiederaufbaus besprochen werden. In manchen Fällen, insbesondere bei Lokalrezidiven von kleinen Primärtumoren, bei langen Zeiträumen bis zum Rezidiv und wenn die Haut durch das Rezidiv nicht befallen ist, kann in Einzelfällen nochmals brusterhaltend operiert werden. Bei erneut brusterhaltender Therapie bleibt das Risiko eines weiteren Lokalrezidivs allerdings erhöht. Auch sind die Möglichkeiten einer Bestrahlung eingeschränkt, da das in der Regel schon einmal mit Strahlen behandelte Gewebe oft zu empfindlich dafür wäre.

Brustwandrezidiv

Ein Rezidiv an der Brustwand nach Mastektomie wird ebenfalls operativ möglichst vollständig entfernt. Falls im Rahmen der Erstbehandlung keine Bestrahlung erfolgt ist, wird nachbestrahlt.

Erfolgsaussichten bei einem örtlich begrenzten Rückfall

Die Behandlung des Lokalrezidivs geschieht wie bei der Ersterkrankung mit heilender Absicht. Je länger der Abstand zur Erstbehandlung ist und je kleiner das Rezidiv, desto besser sind die Heilungschancen. Hatte die Patientin bei der Erstbehandlung keine Antihormontherapie oder war diese bei Auftreten des Lokalrezidivs schon beendet, kann diese Form der unterstützenden Behandlung das Risiko der weiteren Krankheitsausbreitung eventuell senken. Voraussetzung ist, dass das Tumorgewebe empfindlich auf Hormonentzug reagiert. Der Nutzen einer adjuvanten Chemotherapie nach operativer Entfernung eines Lokalrezidivs ist dagegen nicht belegt.



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Seite drucken   Zuletzt aktualisiert: 28.01.2006