
Gerne stehen die Mitarbeiter des Krebsinformationsdienstes Ihnen für weitere Auskünfte zur Verfügung – rufen Sie uns an: 0800 – 4 20 30 40, täglich von 8.00 bis 20.00 Uhr. Ihr Anruf ist für Sie kostenlos. Oder schreiben Sie eine E-Mail an krebsinformationsdienst@dkfz.deBrustkrebs – das ist doch eine reine Frauenkrankheit? Diese Annahme hindert Männer sehr häufig daran, Veränderungen im Brustgewebe überhaupt ernst zu nehmen. Möglicherweise ist dies der Grund dafür, dass bei Männern Brustkrebs häufig erst in einem vergleichsweise fortgeschrittenen Stadium entdeckt wird.
Die meisten Veränderungen bei Männern sind vergleichsweise harmlos und haben zum Teil nicht einmal Krankheitswert. Sie trotzdem dem Arzt zu zeigen, schadet jedoch auf keinen Fall!
Als Gynäkomastie bezeichnen Mediziner eine Brustschwellung bei Männern. Sie kann tatsächlich der Ausbildung einer weiblichen Brust ähneln, ist aber meist weniger ausgeprägt oder tritt nur auf einer Seite auf. Ob nur Fettgewebe an einer solchen Veränderung beteiligt ist oder tatsächlich der Drüsenkörper, ist für die betroffenen Männer oft nicht zu erkennen.
Auslöser einer Gynäkomastie ist wie bei Frauen oft eine Schwankung im Hormonspiegel.
Männer mit Übergewicht neigen häufig auch zu einer verstärkten Fetteinlagerung um die Brustdrüsen herum. Diese „Pseudogynäkomastie“ betrifft zwar nicht den Drüsenkörper, der Übergang zu einer echten Gynäkomastie ist jedoch vor allem bei starkem Übergewicht fließend, da dieses auch den Hormonspiegel verändern kann.
Leistungssportler kennen das Problem, doch Männer, die nur gelegentlich
laufen oder lange Rad fahren, sind oft überrascht, wie sehr Brustwarzen
weh tun können: Durch das Scheuern an der meist engen Sportkleidung
können sie sich entzünden. Es entsteht die so genannte Marathonbrust,
heute „unter Profis“ meist auf Englisch als „Runner’s Nipple“
bezeichnet. Ohne sachgerechte Pflege heilen diese kleinen Wunden
schlecht ab, auch wenn sie nicht gefährlich sind. Will sich eine solche vermeintliche „Sportverletzung“ aber gar nicht wieder beruhigen, sollten betroffene Männer einen Arzt aufsuchen, um die Ursachen abklären zu lassen.
Auch wenn die meisten Veränderungen im Brustbereich harmlos sind, sollten Männer sie ernst nehmen und insbesondere folgendende Symptome einem Arzt zeigen:
Dahinter können viele gutartige Veränderungen stecken – genau wie bei Frauen bedeutet auch bei Männern nicht gleich jeder getastete Knoten Krebs. Die Abklärung sollte jedoch nicht allzu lange hinaus gezögert werden.