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Diese Seiten sind Ausdrucke aus den Internetseiten des Krebsinformationsdienstes www.krebsinformationsdienst.de. Angaben zum Erstellungsdatum und zu den Quellen der Information können Sie dem folgenden Text entnehmen. Einige der dort genannten weiterführenden Angaben sind allerdings nur über das Internet zugänglich. Bitte beachten Sie: Die folgenden Informationen sind nicht dazu geeignet, ein Gespräch mit behandelnden Ärzten, Psychologen oder weiteren Experten zu ersetzen.

Jede Vervielfältigung oder Verbreitung dieser Inhalte zum Beispiel zum Nachdruck, zur Kopie oder zur Speicherung und Weitergabe in elektronischer Form bedarf der schriftlichen Genehmigung des Krebsinformationsdienstes (KID), Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ), Heidelberg.

Wir beantworten Ihre FragenGerne stehen die Mitarbeiter des Krebsinformationsdienstes Ihnen für weitere Auskünfte zur Verfügung — rufen Sie uns an: 0800 – 4 20 30 40, täglich von 8.00 bis 20.00 Uhr. Ihr Anruf ist für Sie kostenlos. Oder schreiben Sie eine E-Mail an krebsinformationsdienst@dkfz.de.

Brustkrebszelle, Foto: Duncan Smith/Getty Images © Krebsinformationsdienst, Deutsches Krebsforschungszentrum

Brustkrebs beim Mann

Gibt es tatsächlich männliche Patienten mit Mammakarzinom?

Brustkrebs bei Männern – gibt es das überhaupt? Die Antwort der Experten lautet ja, wenn auch sehr selten. Brustkrebs gilt als typische Frauenerkrankung. Daher wird diese Tumorform bei Männern oft relativ spät entdeckt. Die Behandlung orientiert sich weitgehend an den Leitlinien, die heute für das Mammakarzinom der Frau gelten.
Bei der Informationssuche wie im Austausch mit anderen Betroffenen stoßen männliche Brustkrebspatienten jedoch schnell an ihre Grenzen. Fachleute widmen der Krankheit allerdings zunehmend mehr Aufmerksamkeit. Und betroffene Männer haben ein Selbsthilfe-Netzwerk gegründet.
Der Krebsinformationsdienst bietet für betroffene Männer, ihre Familien und Freunde einen kurzen Überblick sowie Links zu weiteren Informationen. Fragen zum Thema beantwortet der Dienst zudem am Telefon und per E-Mail. Die individuelle ärztliche Beratung kann der Krebsinformationsdienst allerdings nicht ersetzen.

Letzte Aktualisierung: 08.09.2014

Quellen und Links

Bei der Erarbeitung des Textes genutzte Quellen sind direkt im Text verlinkt oder sind in den Texten zum Mammakarzinom der Frau aufgelistet, zu denen vertiefende Links führen. Eine Auswahl wichtiger Anlaufstellen für Ratsuchende sowie von Fachinformationen findet sich zudem im letzten Absatz "Zum Weiterlesen".

Häufigkeit: Wie viele Männer in Deutschland sind betroffen?

Brustkrebs bei Männern ist selten: Für das Jahr 2010 wurden in den deutschen Krebsregistern  610 neu erkrankte Patienten erfasst. 107 Männer verstarben an Brustkrebs. Wie viele Männer insgesamt zurzeit mit der Erkrankung leben, kann nur geschätzt werden.
Im Vergleich dazu: Bei Frauen ist Brustkrebs die häufigste Krebsart überhaupt, mit jährlich über 70.000 Neuerkrankungen. Dies zeigt auch: Männer tragen deshalb schon rein statistisch ein viel geringeres Risiko als Frauen, von Brustkrebs betroffen zu werden.
Diese und weitere Statistiken sind über die Datenbanken der Krebsregister unter www.gekid.de und unter www.krebsdaten.de abrufbar.

Risikofaktoren: Welche Auslöser kennt man?

Zwar kennt man einige wichtige Faktoren, die das Risiko steigern, doch sie finden sich nur bei vergleichsweise wenigen Betroffenen.

Genetisch bedingte Risiken

Was verursacht Brustkrebs?

Bei den meisten männlichen Brustkrebspatienten lässt sich im Nachhinein kein auffälliger Risikofaktor finden.

Dazu gehören sogenannte Brustkrebsgene: Man weiß heute, dass es einige ererbte oder spontan aufgetretene Genveränderungen gibt, die bei Frauen und auch Männern das Brustkrebsrisiko steigern.
Dazu gehören Veränderungen in den sogenannten BRCA-Genen (englisch breast cancer genes) und einige weitere, noch nicht in allen Detail bekannte erbliche Faktoren.
Solche Genveränderungen finden sich aber nur bei einer Minderzahl der tatsächlich Betroffenen. Möglicherweise gibt es weitere Risikogene, die bisher noch nicht identifiziert werden konnten. 

Einen Überblick über Hinweise, die auf ein familiär vererbbares Risiko hindeuten, bietet der Krebsinformationsdienst in einem Informationsblatt "Familiärer Brust- und Eierstockkrebs", zum Laden und Ausdrucken als PDF.

Bekannt ist noch ein weiterer Zusammenhang zwischen Risiko und Genen: Ein fast so hohes Brustkrebsrisiko wie Frauen haben Männer mit Klinefelter-Syndrom, die ein oder mehrere zusätzliche weibliche X-Chromosomen aufweisen.

Strahlung, Hormone, Lebensstil

Als risikosteigernd gilt bei Männern wie bei Frauen zudem langjährige oder hoch dosierte radioaktive Strahlung, die das Brustgewebe betroffen hat. Männer, die bereits einmal eine Bestrahlung des Oberkörpers erhalten haben, zum Beispiel wegen einer früheren Krebserkrankung, sollten dies ihren Ärzten sagen.
So ist sichergestellt, dass mögliche Veränderungen gezielt überwacht werden können.

Auch hormonelle Faktoren scheinen eine Rolle zu spielen: Männer produzieren wie Frauen das Geschlechtshormon Östrogen, wenn auch normalerweise in weitaus geringeren Mengen. Ein höherer Östrogenspiegel kann allerdings bei Männern mit starkem Übergewicht auftreten, oder auch durch Lebererkrankungen wie etwa einer Leberzirrhose oder Leberschrumpfung.

Diskutiert wird auch, ob Bodybuilder, die über längere Zeit nicht zugelassene Hormone zur Leistungssteigerung verwenden, ebenfalls ein gesteigertes Brustkrebsrisiko tragen.

Symptome und Untersuchungsverfahren: Was ist bei Männern anders als bei Frauen?

Brustkrebs bei Männern macht sich ebenso bemerkbar wie bei Frauen: Meist tastet man selbst einen Knoten oder eine andere Veränderung im Brustgewebe.
Als Warnsignal gelten aber auch: Flüssigkeitsabsonderung aus der Brustwarze, kleine Entzündungen oder Wunden, die nicht abheilen, oder eine Einziehung der Brusthaut an einer Stelle oder der Brustwarze.

Auch die Abklärung solcher Veränderungen sieht ähnlich aus wie bei Frauen: Ultraschalluntersuchungen können erste Informationen bieten. Die wichtigste Untersuchung ist aber auch für Männer die Mammographie, die Röntgenuntersuchung der Brust.
Beide bildgebenden Verfahren sind bei männlichen Patienten jedoch nicht so aussagekräftig wie bei Frauen, unter anderem deshalb, weil das Gewebe wesentlich dichter ist.

Eine Krebsdiagnose wird daher erst gestellt, nachdem Ärzte per Biopsie eine Gewebeprobe aus der Brust entnommen und untersucht haben. Welche Eigenschaften das Gewebe unter dem Mikroskop aufweist, bietet wichtige Anhaltspunkte für die Frage, ob Krebs vorliegt oder nicht.

In weiteren Tests wird untersucht, ob der Tumor auf Geschlechtshormone mit Wachstum reagiert, und ob er für Brustkrebs typische molekularbiologische Besonderheiten aufweist.

Besteht der Verdacht, dass ein Tumor bereits gestreut haben könnte, kommen weitere Untersuchungen dazu. Sie sind notwendig, um Absiedlungen in Lymphknoten, in Knochen oder anderen Organen auszuschließen und eine Behandlung besser planen zu können.

Behandlung: Welche Möglichkeiten bieten Operation, Bestrahlung, Medikamente?

Auch die Therapie unterscheidet sich für Männer wenig von der für Frauen:

In einer Operation werden sowohl tumorverdächtige Bereiche wie auch benachbarte Lymphknoten aus der Achselhöhle entnommen. Über solche Lymphknoten können sich Tumorzellen am ehesten im Körper ausbreiten.

Ob es ausreicht, nur den Tumor und einen Randsaum von gesundem Gewebe zu entfernen, oder ob der gesamte Drüsenkörper und die Brustwarze in einer sogenannten Mastektomie entfernt werden müssen, hängt von der Ausbreitung des Tumors ab.
Da bei Männern von vornherein viel weniger Brustgewebe vorhanden ist als bei Frauen, lässt sich die Entfernung der gesamten Brust allerdings oft nicht vermeiden. Trotzdem beurteilen viele betroffene Männer das kosmetische Ergebnis als gut.

Je nachdem, wie der Befund nach der Operation eingeschätzt wird und wie hoch das Risiko für einen Rückfall trotz Operation ist, erhalten betroffene Männer weitere Therapien. 

  • Diese adjuvanten oder unterstützenden Maßnahmen richten sich gegen Tumorzellen, die möglicherweise unsichtbar im Körper verblieben sind.

Dazu gehören eine Strahlentherapie der Brustwand und eventuell eine Chemotherapie. Bei sehr vielen Männern ist eine antihormonelle Therapie sinnvoll, weil ihr Tumor östrogenabhängig wächst, und/oder eine Therapie mit Antikörpern, die sich gegen besondere Merkmale mancher Brustkrebszellen richten.

Diese Behandlungen helfen oft auch dann, wenn ein Rückfall festgestellt wird oder der Tumor bereits bei Diagnosestellung Metastasen gebildet hat. Dann zielt die Therapie vor allem darauf ab, das Tumorwachstum so lange wie möglich zu bremsen und krankheitsbedingte Beschwerden zu lindern.

Rehabilitation und Nachsorge: Wer hilft beim Gesundwerden?

Wie geht es nach der ersten Behandlung weiter? Die Angebote für betroffene Männer beschränken sich nicht auf die rein medizinische Therapie:
Noch während des Klinikaufenthaltes können Krebspatienten beispielsweise Kontakt zum Kliniksozialdienst aufnehmen. Geschulte Mitarbeiter beraten zu sozialrechtlichen Fragen, von der Rückkehr in den Alltag und an den Arbeitsplatz bis zum Antrag auf Anerkennung einer Schwerbehinderung.

Nach der ersten Behandlung haben betroffene Männer zudem fast immer Anspruch auf eine Rehabilitationsmaßnahme.
Darauf haben sich in Deutschland viele Kliniken spezialisiert, es gibt jedoch auch einige Angebote zur ambulanten Rehabilitation. Die "Reha" dient dazu, sich körperlich zu erholen und die Rückkehr in den gewohnten Alltag vorzubereiten. Dazu tragen Angebote der psychoonkologischen und der sozialrechtlichen Beratung bei. Meist kann man sich auch zu gesunder Ernährung und vielen weiteren Themen informieren und beraten lassen.
Wichtig ist ein angepasstes Trainings- und Bewegungsprogramm: Man weiß heute, dass Sport die Lebensqualität steigert und auch zur körperlichen Erholung beitragen kann.

Wie die Nachsorge aussieht, hängt davon ab, ob betroffene Männer weitere Behandlung benötigen und wie hoch ihr Rückfallrisiko eingeschätzt wird. Auf jeden Fall sind die regelmäßigen Nachsorgeuntersuchungen eine Möglichkeit, um den behandelnden Arzt auf körperliche Probleme und Folgen der Therapie anzusprechen.
Die Termine bieten zudem Gelegenheit, sich beraten zu lassen, wenn die Krankheit und ihre Folgen seelisch stark belasten.

Zum Weiterlesen: Linktipps, Literatur, Anlaufstellen

Fragen zu Krebs? Wir sind für Sie da:
Am Telefon oder per E-Mail beantwortet der Krebsinformationsdienst Ihre persönlichen Fragen, kostenlos und vertraulich:

  • Telefon 0800 - 420 30 40, täglich von 8.00 bis 20.00 Uhr
  • per E-Mail an krebsinformationsdienst@dkfz.de (mit einem Klick öffnet sich eine sichere Verbindung)

Weitere Hintergründe bietet der Krebsinformationsdienst im Internet:

Viele, wenn auch nicht alle Informationen, die für Frauen mit Brustkrebs wichtig sind, gelten auch für betroffene Männer: "Brustkrebs: Informationen für Betroffene, Angehörige und Interessierte".

Als Hilfestellung bei vielen Fragen sind kurz gefasste Informationsblätter und Broschüren des Krebsinformationsdienstes gedacht: Die Themen reichen von "Arzt- und Kliniksuche" über "Behandlungswahl" bis hin zu "Sozialrechtliche Fragen: Versicherung, Rehabilitation, Rechte" und "Sexualität und Krebs".

Eine Zusammenstellung von kostenlos erhältlichen Broschüren anderer Anbieter zu Krebsthemen ist in der Rubrik "Wegweiser" abrufbar.

Für Krebspatienten wie ihre Angehörigen sind psychosoziale Krebsberatungsstellen eine Anlaufstelle bei vielen Fragen. Sie können sowohl bei der Krankheitsverarbeitung helfen wie auch bei sozialrechtlichen Themen beraten und weitere Ansprechpartner vor Ort nennen, hier eine Adressliste.

Wenn eine Krebserkrankung sehr belastet, kann eine längerfristige psychoonkologische Unterstützung eine Hilfe sein: hier die Adressen von ambulant psychotherapeutisch tätigen Psychoonkologen.  

Selbsthilfe

Männern mit Brustkrebs steht seit einiger Zeit das "Netzwerk Männer mit Brustkrebs" zur Seite. Dieser Organisation gehören bereits viele betroffene Patienten an. Das Netzwerk bietet Unterstützung, organisiert regionale und bundesweite Treffen, vermittelt Informationen und ermöglicht den Austausch unter Betroffenen per E-Mail oder Telefon. Gegründet wurde das Netzwerk von der Frauenselbsthilfe nach Krebs, unter deren organisatorischem "Dach" und mit deren finanzieller Förderung das Netzwerk arbeitet.

Eine Anlaufstelle für Familien und einzelne Betroffene, bei denen Mutationen der  "Brustkrebsgene" BRCA nachgewiesen wurden, bietet das BRCA-Netzwerk e.V. Der Verein bietet Informationen zum Thema, Adressen und Links sowie Hinweise auf Gesprächskreise, die allerdings noch nicht flächendeckend in ganz Deutschland zur Verfügung stehen. Auch richtet sich das Angebot bisher, so die Informationen auf der Seite, vorwiegend an Frauen.

Männern mit Klinefelter-Syndrom, ihren Familien sowie Fachkreisen bietet die Deutsche Klinefelter-Syndrom Vereinigung e.V. eine Anlaufstelle,

Informationen im Internet - in Deutsch und in anderen Sprachen

Eine Seite mit kurzen Hintergrundinformationen für Patienten bietet beispielsweise das Klinikum Magdeburg unter www.mammakarzinom-des-mannes.de. Dort wird auch das deutsche Register für die vergleichsweise seltene Erkrankung geführt.

In englischer Sprache hält beispielsweise das U.S.-amerikanische Nationale Krebsforschungszentrum (National Cancer Institute) Informationen zum Thema "male breast cancer" vor, unter www.cancer.gov/cancertopics/pdq/treatment/malebreast/patient.

Weitere Informationen in Englisch gibt es bei der U.S-amerikanischen Krebsgesellschaft (American Cancer Society) unter www.cancer.org/cancer/breastcancerinmen/detailedguide/index.

Auch die britische Organisation Cancer Research UK informiert in englischer Sprache unter www.cancerresearchuk.org/cancer-help/type/breast-cancer/about/types/breast-cancer-in-men.

Behandlungszentren, Arzt- und Kliniksuche

Die Abklärung eines Krebsverdachts sowie die Behandlung von Brustkrebs sollte bei Männern wie bei Frauen in einer Klinik erfolgen, die über ausreichende Erfahrung verfügt. Wichtig ist auch, dass möglichst alle der in die Diagnostik und Therapie eingebundenen medizinischen Fachrichtungen in dieser Klinik vertreten sind. Infrage kommen sogenannte "Onkologische Spitzenzentren", "Onkologische Zentren" sowie "Brustzentren".  

  • Einen Überblick, was sich hinter diesen Bezeichnungen verbirgt und wo man diese Einrichtungen finden kann, bietet der Krebsinformationsdienst im Text "Kliniksuche".
  • Zum Laden und Ausdrucken steht auch das Informationsblatt "Arzt- und Kliniksuche" zur Verfügung" (PDF)

Klinische Forschung

Ob das nächstgelegene Zentrum eventuell auch an klinischen Studien teilnimmt, kann bei Interesse der einweisende Arzt erfragen. Solche Studien dienen dazu,  Behandlungsmöglichkeiten für brustkrebskranke Männer zu verbessern.

Wie die vorklinische und klinische Krebsforschung allgemein abläuft, hat der Krebsinformationsdienst in ausführlichen Übersichtstexten

Für Fachkreise und Interessierte: Anlaufstellen, Organisationen, Studien

Sie betreuen einen Patienten mit Verdacht oder Diagnose Brustkrebs? Wir bieten Ihnen Unterstützung, Informationsmaterial und Fachrecherchen: krebsinformationsdienst.med ist unser Angebot für alle Berufsgruppen, die an der Versorgung von Krebspatienten beteiligt sind.
Sie erreichen krebsinformationsdienst.med

  • am Telefon unter 0800 - 430 40 50, Montag bis Freitag von 8.00 bis 20.00 Uhr
  • per E-Mail an kid.med@dkfz.de (beim Klick öffnet sich ein Formular, das Ihnen eine gesicherte Verbindung bietet)

Weitere Anlaufstellen

Für Fachkreise, die sich für Studien zum Thema Brustkrebs bei Männern interessieren, sind eventuell folgende Organisationen interessant:

Beratungsstellen bei Verdacht auf familiären Brustkrebs oder andere genetische Risiken
Bei Männern, die an Brustkrebs erkranken, lassen sich konkrete Risiken und Auslöser meist nicht feststellen. Gelegentlich ist eine vererbte Belastung aber nicht auszuschließen.
Gleich zum Gentest sollten trotzdem weder der Patient selbst noch seine Verwandten: Vorgeschaltet ist in Deutschland auf jeden Fall eine ausführliche und individuelle Beratung in einem entsprechend qualifizierten Zentrum für "Familiären Brustkrebs". So soll verhindert werden, dass mit Gendaten Missbrauch getrieben wird oder Familienangehörige gegen ihren Willen mit Risikoaussagen konfrontiert werden, die sie gar nicht haben wollen oder verkraften können.

Dort arbeiten Fachleute verschiedener Bereiche zusammen, etwa Brustkrebsspezialisten, Genetiker und Psychologen.

Eine Richtlinie zur genetischen Beratung und Diagnostik bietet die Gendiagnostik-Kommission (GEKO) unter www.rki.de/DE/Content/Kommissionen/Gendiagnostik
Kommission/GEKO_node.html
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