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Gebärmutterhalskrebs, Früherkennung und Vorbeugung: Fachbegriffe und Abkürzungen
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Entnahme einer Gewebeprobe, um diese anschließend feingeweblich (histologisch) unter dem Mikroskop zu beurteilen.
Abkürzung für Zervikale intraepitheliale Neoplasie (aus dem englischen für Cervical Intraepithelial Neoplasia), auch als Dysplasie bezeichnet. Es handelt sich um Zellveränderungen, die auf die Oberfläche des Gebärmutterhalses beschränkt sind. Sie gelten als Krebsvorstufen. Je nachdem wie weit sich die Veränderungen innerhalb der Schleimhaut ausgedehnt haben, unterscheidet man zwischen drei Stufen, CIN 1 bis 3. Meist ist die Ursache für eine CIN eine Infektion mit humanen Papillomviren (HPV).
Gewebeveränderung. Die Zellen des betroffenen Gewebes, wie zum Beispiel der Schleimhaut des Gebärmutterhalses, entwickeln sich nicht mehr normal. Eine Dysplasie gilt als Krebsvorstufe oder als Krebs im frühen Stadium. Werden die Veränderungen durch den Pap-Test im Rahmen der Früherkennung auf Gebärmutterhalskrebs entdeckt, sprechen Fachleute auch von einer CIN.
Hier sind Ärzte verantwortlich, die sehr viel Erfahrung darin haben, einen Abstrich zu entnehmen oder Veränderungen am Gebärmutterhals zu beurteilen. Der behandelnde Frauenarzt überweist Patientinnen an eine solche Sprechstunde, wenn unklare oder schwierig zu beurteilende Befunde vorliegen. Meistens werden solche Sprechstunden von den Frauenkliniken an Universitäten angeboten. Auch andere Kliniken mit frauenärztlichen Abteilungen verfügen über entsprechende Angebote.
Untersuchung eines zusammenhängenden Gewebeverbandes. Der Pathologe beurteilt das Gewebe in Bezug zu benachbarten Strukturen und kann so feststellen, wie tief sich eine Veränderung schon ausgebreitet hat. Auch lässt sich histologisch feststellen, ob Tumorzellen bereits in Blut- oder Lymphgefäße eingebrochen sind.
Nachweis von Humanen Papillomviren, zum Beispiel in Zellen des Gebärmutterhals oder Muttermund. Der Test ist bisher kein Bestandteil des gesetzlichen Früherkennungsprogramms für Gebärmutterhalskrebs. Patientinnen müssen den Test als Vorsorgemaßnahme daher selbst zahlen.
Warzenviren. Einige wenige Erreger dieser Gruppe können zu auffälligen Zellveränderungen wie Krebsvorstufen (CIN) oder gar zu Krebs führen. Die beiden häufigsten krebserregenden HPV-Typen, HPV 16 und 18, sind die Hauptauslöser von Gebärmutterhalskrebs.
Ärztliche Leistungen, die nicht zum Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung gehören. Sie müssen vom Patienten selbst bezahlt werden. Im Einzelfall können IGeL medizinisch durchaus sinnvoll sein. Es gibt aber auch Untersuchungen oder Behandlungen, über deren Nutzen wissenschaftliche Zweifel bestehen oder bei denen bislang unklar ist, ob nicht die Risiken den Nutzen überwiegen. Vor der Durchführung einer IGeL-Leistung ist der Arzt daher dazu verpflichtet, den Patienten umfassend über die bevorstehende Untersuchung oder Behandlung zu informieren. Beispiele für eine IGeL-Leistung im Rahmen der Früherkennungsuntersuchung sind derzeit noch der HPV-Test und die Dünnschichtzytologie.
Der Begriff
"In situ" kommt aus dem
Lateinischen und bedeutet am Ort.
Ein In-situ-Karzinom des Gebärmutterhalses ist örtlich begrenzt, das heißt, es
ist auf die oberste Schicht der Schleimhaut begrenzt und noch nicht in tiefere
Gewebeschichten eingewachsen. Es unterscheidet sich darin von einem invasiven
Karzinom.
Der Begriff "Invasiv"
stammt aus dem Lateinischen und bedeutet
eingreifend, eindringend. Als invasives Karzinom des Gebärmutterhalses bezeichnet
man einen Tumor, der nicht mehr auf die Oberfläche der Schleimhaut
beschränkt ist, sondern bereits die darunterliegende Basalmembran durchbrochen
hat. Tumorzellen können dann zum
Beispiel in Lymphgewebe oder Blutgefäße gelangen und sich so in entfernt
liegenden Organen als Metastasen ansiedeln.
Eine Art Lupe mit Lichtquelle, die vor dem Scheideneingang platziert wird und mit der sich Haut und Schleimhäute der äußeren Scheiden- und Dammregion und der inneren Geschlechtsorgane, wie Muttermund, Gebärmutterhals und Umgebung bis zu 30fach vergrößert betrachten lassen. Die Kolposkopie oder Scheidenspiegelung kann als Routineuntersuchung im Rahmen der Krebsfrüherkennung erfolgen, damit der Arzt beim Abstrich für den Pap-Test eine bessere Sicht hat. Darüber hinaus können in spezialisierten frauenärztlichen Sprechstunden (Dysplasiesprechstunde) durch die Lupenbetrachtung auch Schleimhautbereiche erkannt werden, die sich von gesundem Gewebe unterscheiden.
Ausschneiden eines kegelförmigen Gewebsstücks aus Muttermund und Gebärmutterhals. Dient im Rahmen der Diagnostik dazu, auffällige Zellveränderungen durch eine feingewebliche Untersuchung genauer abzuklären. Bei stärker ausgeprägten Veränderungen dient die Konisation auch als Therapie.
Metallspatel, auch Scheidenspiegel genannt, mit dem
sich die Scheide schmerzlos entfalten lässt.
Benannt nach dem Arzt G. Papanicolaou. Wichtigster Test bei der Früherkennung auf Gebärmutterhalskrebs. Mikroskopische Untersuchung von Abstrichen des Gebärmutterhalses und des Muttermundes. Durch Färbung der Abstrichprobe lässt sich erkennen, ob die Zellen krankhaft sind und wenn ja, wie sehr sie sich von gesundem Gewebe unterscheiden. Je nachdem, wie sehr sich die Veränderungen von einem normalen Zellbild unterscheiden, werden die Ergebnisse von Pap I bis Pap V unterschieden. Pap I bedeutet normale gesunde Zellen, bei einem Pap V liegen bereits Zellen eines bösartigen Tumors vor.
Fachbegriff für Krebsvorstufe
Fachbegriff für Gebärmutterhalskrebs. Zervix oder Cervix ist der lateinische Name für Hals oder Nacken und bezeichnet im engeren Sinne den Gebärmutterhals (= Cervix uteri).
Untersuchung von einzelnen Zellen, wie zum Beispiel von Blutzellen oder aber von abgestrichenen Schleimhautzellen im Rahmen des Pap-Tests. Veränderungen im Aussehen von Zellen, wie zum Beispiel von Größe oder Form, verraten dem Untersucher, ob diese krank oder gesund sind.