
Gerne stehen die Mitarbeiter des Krebsinformationsdienstes Ihnen für weitere Auskünfte zur Verfügung – rufen Sie uns an: 0800 – 4 20 30 40, täglich von 8.00 bis 20.00 Uhr. Ihr Anruf ist für Sie kostenlos. Oder schreiben Sie eine E-Mail an krebsinformationsdienst@dkfz.deTipps zur gesunden Ernährung gibt es mehr als man zählen kann. Fasst man allerdings die Ergebnisse der aktuellen Forschung zusammen, so wird eins deutlich: D a s besondere Lebensmittel oder d i e spezifische Nahrungsergänzung zum sicheren Schutz vor Krebs gibt es nicht. Einseitigkeit bei den täglichen Mahlzeiten oder oder Diäten sind erst recht nicht gefordert, wenn es um die Krebsvorbeugung geht.
Die meisten Studien zum Thema deuten darauf hin, dass man mit "ganz normaler", dem tatsächlichen Energieverbrauch angepasster Ernährung mehr erreicht als mit Spezialdiäten. Vermeintliche Patentrezepte wie "täglich Brokkoli" oder "nur noch Rohkost" sind im Alltag aus wissenschaftlicher Sicht nicht begründbar.
Ein Körnchen Wahrheit steckt zwar in vielen dieser Botschaften, doch für den Alltag taugen sie für sich allein genommen wenig: So enthält beispielsweise Brokkoli verschiedene Stoffe, die unter Laborbedingungen eine krebsschützende Wirkung zeigen – diese Substanzen sind aber ebenso in anderen Kohlsorten und überhaupt in vielen Gemüsearten enthalten. Vegetarier haben tatsächlich ein niedrigeres Risiko für mehrere Krebsformen. Der mäßige Verzehr von Fleisch gilt jedoch als unbedenklich, wenn man ansonsten gesundheitsbewusst lebt. Dies zeigten vergleichende Untersuchungen im Deutschen Krebsforschungszentrum (eine Pressemitteilung unter www.dkfz.de/de/presse/pressemitteilungen/2005/
dkfz_pm_05_26.php).
Seit 20 Jahren geben europäische Experten Empfehlungen heraus, wie man sich auf der Basis des jeweils neuesten Wissensstandes vor Krebs schützen kann. Die letzte Aktualisierung der Empfehlungen stammt allerdings von 2003. Unter den insgesamt elf Regeln finden sich auch Ratschläge zur gesunden Ernährung und zur Bewegung:
Mit dieser Zusammenstellung haben die Fachleute versucht, die Erkenntnisse aus Hunderten von Einzelstudien mit unterschiedlicher Aussagekraft in eine möglichst alltagstaugliche Form zu bringen. Dies führt zwangsläufig zu Vereinfachungen, soll aber andererseits den tatsächlichen Kenntnisstand so gut wie möglich widerspiegeln.
Ob durch die Ernährung auch eine bereits bestehende Krebserkrankung beeinflusst werden kann, ist weit weniger geklärt als ihre Rolle in der Krebsvorbeugung. Eine "Krebsdiät", die Patienten zum Beispiel vor Rückfällen schützen oder die Bildung von Metastasen blockieren kann gibt es definitiv nicht. Warum für Krebspatienten keine pauschalen Rezepte gelten, sie aber trotzdem auf eine ausgewogene Ernährung achten sollten, hat der Krebsinformationsdienst unter dem Titel "Ernährung bei einer Krebserkrankung" zusammengestellt.