
Gerne stehen die Mitarbeiter des Krebsinformationsdienstes Ihnen für weitere Auskünfte zur Verfügung – rufen Sie uns an: 0800 – 4 20 30 40, täglich von 8.00 bis 20.00 Uhr. Ihr Anruf ist für Sie kostenlos. Oder schreiben Sie eine E-Mail an krebsinformationsdienst@dkfz.deMit der Ultraschalluntersuchung (fachsprachlich: Sonographie) können Körperstrukturen unterschiedlicher Dichte dargestellt werden. Besonders bei Weichteilen liefert diese Untersuchung meist aussagekräftige Bilder.
"Ultra" heißt jenseits, und Ultraschall bezeichnet Schallwellen, deren Frequenz weit oberhalb oder jenseits der Hörschwelle liegt, die also vom menschlichen Ohr nicht wahrgenommen werden.
Sendet man speziell zu diesem Zweck erzeugte Ultraschallwellen über einen Schallkopf in den Körper, so werden diese Wellen von verschiedenen Geweben in unterschiedlichem Ausmaß "verschluckt" oder zurückgeworfen. Aus der Differenz von in den Körper gesendeten und zurückgeworfenen Schallwellen, die wieder im Schallkopf ankommen, kann ein Computer Bilder errechnen, die in unterschiedlichen Graustufen die "Schalldichte" der unter dem Schallkopf liegenden Gewebe darstellen. Diese Umsetzung von Schall in Bilder nennt man auch "Sonographie", was soviel bedeutet wie zeichnen oder schreiben mit Schall.
Wasser in flüssigkeitsgefüllten Körperhohlräumen wird von Ultraschall vollständig durchquert. Dies stellt sich auf dem Computerbild schwarz dar. Knochen dagegen lassen überhaupt keinen Schall durch und werfen ihn vollständig zurück. Auf dem Bild erscheinen Knochen daher weiß, und dahinter sieht man nichts mehr, weil der Schall komplett zurückgeworfen wird. Die in ihrer Dichte dazwischen liegenden sonstigen Gewebe stellen sich bei Standardgeräten in unterschiedlichen Graustufen dar. So lassen sich auf dem Ultraschallbild Gewebe unterschiedlicher Schalldichte voneinander abgrenzen. Weil ein ausgebildeter Untersucher gelernt hat, wie Organe und Gewebe normalerweise im Ultraschallbild aussehen, erkennt er auch Veränderungen.
Diese Untersuchungstechnik funktioniert überall da gut, wo viele Weichteile und keine Knochen im Weg sind. Besonders gut lässt sich die Leber darstellen, wenn der Schallkopf unterhalb des Rippenbogens aufgesetzt wird. In der Krebsdiagnostik kann man mit der Ultraschalluntersuchung z.B. Lebermetastasen sehr gut sehen. Aber auch im Bereich der Halsweichteile, der Schilddrüse, der Niere sowie von Gelenkhöhlen ist die Sonographie sehr aussagekräftig. Bei der so genannten Endosonographie wird der Schallkopf in Körperhohlräume eingeführt, z.B. in die Vagina, in den Enddarm oder auch in den Magen. So lassen sich auch von außen schwer beurteilbare Bereiche untersuchen, etwa die Eierstöcke, die Gebärmutter oder die Prostata. Verwendet man einen speziellen Schallkopf, kann auch die Brust mit Ultraschall untersucht werden. Wenn es allerdings um die Erkennung von Brustkrebs geht, liefert die Röntgenmammographie die besseren Informationen.
Anders als Röntgenuntersuchungen beinhaltet die Ultraschalluntersuchung keine Strahlenbelastung. Nach allem, was man bisher weiß, sind die eingesetzten Schallwellen völlig ungefährlich. Die Untersuchung ist in der Regel schmerzlos, außer wenn der Schallkopf in manchen Fällen etwas fester auf die Körperoberfläche aufgedrückt werden muss, um ein klares Bild zu erhalten.