Deutsches Krebsforschungszentrum - Krebsinformationsdienst


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Szintigraphie: Bilder durch radioaktive Substanzen

Die Szintigraphie gehört zu den bildgebenden Untersuchungsverfahren. Mithilfe einer schwach radioaktiven Substanz können Stoffwechselvorgänge im Körper sichtbar gemacht werden. Patienten erhalten diese Substanz in die Blutbahn gespritzt. Eine spezielle Kamera und ein angeschlossener Computer berechnen Bilder aus der Strahlung, die der Körper wieder abgibt. Wie stark oder wie schwach sich der verwendete Stoff in der zu untersuchenden Körperregion anreichert, hängt von der Art des Gewebes ab: Tumoren und Metastasen speichern die Substanz oft stärker als gesundes Gewebe, manchmal auch weniger stark. Daher lassen sie sich auf den Bildern gut erkennen.

Einführung: Was bieten die folgenden Texte?

Die folgenden Texte geben einen Überblick darüber, wie die Szintigraphie funktioniert und wann sie angewendet wird. Diese Informationen richten sich an Patienten und Angehörige sowie Interessierte, die sich über diese Untersuchungsmethode informieren möchten. Sie sollen helfen, sich auf eine Szintigraphie-Untersuchung oder ein Gespräch mit einem Arzt vorzubereiten. Eine ärztliche Beratung lässt sich durch Informationen aus dem Internet jedoch nicht ersetzen. 

Szintigraphie: Das Wichtigste in Kürze

Die Szintigraphie zählt zu den sogenannten bildgebenden Untersuchungsverfahren, genau wie herkömmliches Röntgen, Computertomographie, Magnetresonanztomographie, Ultraschall oder Positronenemissionstomographie (PET). Der Patient erhält einen schwach radioaktiven Stoff gespritzt, ein sogenanntes Radionuklid. Ein Radionuklid kann auch in Verbindung mit einem anderen Stoff oder Arzneimittel gegeben werden, dann spricht man von einem Radiopharmakon. Dieses reichert  sich in der Körperregion an, die man untersuchen möchte. Mithilfe einer speziellen Gamma-Kamera kann die Strahlung aufgenommen werden, die von dem im Gewebe angesammelten Stoff ausgeht. Ein Computer berechnet daraus Bilder. Da krankes Gewebe, Tumoren oder Metastasen Radionuklide oft anders speichern als gesundes Gewebe, lassen sie sich auf den Bildern gut abgrenzen.

Auf diesen sogenannten Szintigrammen sind die untersuchten Organe als diffuse "Wolken" zu erkennen, die sich aus sehr vielen kleinen Punkten zusammensetzen. Diese Punkte entsprechen der gemessenen Strahlung im untersuchten Gewebe oder Organ. Je dichter die Punkte beieinanderliegen, desto dunkler erscheint die jeweilige Region auf dem Bild. Das heißt: Dort liegt eine hohe Aktivität der gespritzten Substanz vor.

Die Szintigraphie wird in der Praxis spezialisierter Fachärzte für Nuklearmedizin oder im Krankenhaus durchgeführt. Das Untersuchungsverfahren ist wenig belastend, die meisten Patienten vertragen die Szintigraphie gut. Die Strahlenbelastung, die bei der Untersuchung entsteht, ist sehr gering: Für die Untersuchung sind sehr kleine Mengen der radioaktiven Substanz ausreichend. Auch wählt man Radionuklide, die im Körper sehr schnell zerfallen oder wieder ausgeschieden werden.

Fachinformationen

Aktuelle Leitlinien zur Szintigraphie für Fachleute finden sich im Internet unter www.uni-duesseldorf.de/AWMF/ll/ll_031.htm.

Leitlinien zu nuklearmedizinischen Untersuchungsmethoden der einzelnen Organe gibt es außerdem bei der Deutschen Gesellschaft für Nuklearmedizin, im Internet unter: www.nuklearmedizin.de/publikationen/leitlinien.php.

Informationen zur Strahlenbelastung durch nuklearmedizinische Untersuchungen liefert das Bundesamt für Strahlenschutz (www.bfs.de), zum Beispiel unter: www.bfs.de/de/bfs/druck/uus/parlamentsbericht07.pdf.

Die Verordnung über den Schutz vor Schäden durch ionisierende Strahlen, kurz: Strahlenschutzverordnung (StrlSchV), ist auf der Seite des Bundesministeriums der Justiz einzusehen: www.gesetze-im-internet.de, und dort unter Gesetze/Verordnungen.


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Seite drucken   Zuletzt aktualisiert: 24.03.2010