Deutsches Krebsforschungszentrum - Krebsinformationsdienst


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Kernspintomographie oder Magenetresonanztomographie:
Mit Magnetfeldern Bilder erzeugen

Die Kernspin- oder auch Magnet-Resonanz-Tomographie (MRT) gehört zu den bildgebenden Untersuchungsverfahren. Anders als das Röntgen oder auch die Computertomographie kommt sie ohne "Röntgenstrahlung" aus. Bei der MRT werden mithilfe eines starken Magnetfelds und durch Radiowellen detaillierte Bilder des Körperinneren erzeugt. In der Krebsdiagnostik liefert die MRT Informationen über die Lage und die Ausdehnung eines Tumors. Mit Weiterentwicklungen der MRT, wie der MR-Angiographie oder der MR-Spektroskopie, ist es inzwischen sogar möglich, Stoffwechselvorgänge und andere Körperfunktionen zu verfolgen.

Einführung: Was bieten die folgenden Texte?

Die folgenden Texte geben einen Überblick über die Funktionsweise und klinische Anwendung der Magnetresonanztomographie. Diese Informationen richten sich an Patienten und Angehörige sowie Interessierte, die sich über diese Untersuchungsmethode informieren möchten. Sie sollen helfen, sich auf eine Untersuchung oder ein Gespräch mit einem Arzt vorzubereiten. Eine ärztliche Beratung lässt sich durch Informationen aus dem Internet jedoch nicht ersetzen. 

Magnetresonanztomographie: Das Wichtigste in Kürze

Die Magnetresonanztomographie zählt zu den sogenannten bildgebenden Untersuchungsverfahren, wie auch herkömmliches Röntgen, Computertomographie, Ultraschall, PET oder Szintigraphie. Die MRT beruht nicht auf ionisierender Strahlung, sondern nutzt die Beeinflussbarkeit des Körpers durch Magnetfelder und Radiowellen. Der genutzte Effekt betrifft kleinste Bausteine des Körpers, nämlich Wasserstoffatome, die überall im menschlichen Körper vorkommen - allerdings unterschiedlich häufig und in verschiedenen Verbindungen mit anderen Atomen.

Ein Magnetresonanztomograph besteht aus einem zylinderförmigen Elektromagneten, in dessen Mitte sich eine Röhre für den Patienten befindet. Während der Untersuchung werden von einer Messvorrichtung feine Signale aus dem Körper aufgenommen, aus denen ein angeschlossener Computer ein detailliertes Bild des Körperinnern berechnet.

Eine MRT-Untersuchung ist schmerzfrei, von den im Körper ablaufenden Vorgängen bemerkt der Patient nichts. Auch gibt es bei der Untersuchung kein Risiko für dauerhafte Veränderungen: Bei der MRT entsteht, anders als beim Röntgen oder der Computertomographie, keine Strahlenbelastung.

Die MRT spielt eine immer größere Rolle in der Diagnostik und Kontrolle von Erkrankungen, auch von Krebserkrankungen. Besonders gut eignet sich das Verfahren zur Darstellung der Weichteile, also aller nicht knöchernen Teile des Körpers, wie zum Beispiel des Gehirns. Trotz wachsender Bedeutung kann die MRT andere bildgebende Verfahren allerdings nicht beliebig ersetzen.



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Seite drucken   Zuletzt aktualisiert: 19.12.2009