Deutsches Krebsforschungszentrum - Krebsinformationsdienst


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Schutz vor Krebs: Symptome beachten

Stellenwert der Früherkennung

Früherkennung
Es ließen sich mehr Krebserkrankungen heilen, wenn sie früher erkannt würden.

Die Empfehlungen der Präventionsregeln 1 bis 7 zielen auf eine Veränderung der Lebensführung und auf eine Vermeidung von Krebsrisikofaktoren, also auf echte Krebsvorbeugung. Weil sich aber Krebserkrankungen nicht grundsätzlich vermeiden lassen, und lebte man auch noch so gesund, kann es von entscheidender Bedeutung sein, eine Erkrankung in einem Stadium zu erkennen, in dem sie erfolgreich zu behandeln ist: Die Heilungschancen sind in frühen Krankheitsstadien und bei örtlich begrenztem Tumorwachstum besser als in weiter fortgeschrittenen Stadien.

Veränderungen beobachten

Deshalb ist es wichtig, mögliche körperliche Anzeichen von Krebserkrankungen zu kennen und bei sich selbst zu beachten. Es geht um Symptome oder Beschwerden, die durch eine Krebserkrankung hervorgerufen werden können – aber nicht müssen!
Die meisten dieser Anzeichen sind nicht „krebstypisch“ und haben zudem fast immer andere Ursachen, aber sie sollten vom Arzt abgeklärt werden. Falls doch eine Krebserkrankung dahinter steckt, sind die Behandlungsmöglichkeiten in der Regel um so besser, je rascher die Diagnose gestellt wird, auch wenn die Erkrankung dann oft nicht mehr in einem echten Frühstadium ist.

Gehen Sie zum Arzt, wenn Sie folgende Symptome oder Anzeichen bei sich beobachten

  • Ungewöhnliche Schwellungen oder Knoten an der Haut, der Schleimhaut oder in Weichteilen, vergrößerte Lymphknoten am Hals, in der Achselhöhle oder in der Leiste
  • Nicht heilende Wunden oder Geschwüre, auch im Mund
  • Hautmale, deren Größe, Form oder Farbe sich verändert
  • Ungewöhnliche Blutungen oder Absonderungen aus Körperöffnungen, wie Blut im Stuhl, im Urin oder in Erbrochenem, blutiger Ausfluss bei Frauen nach den Wechseljahren, blutige Absonderungen aus der Brustwarze, anhaltende Blutungen aus Nase oder Ohren. Eine schmerzlose, aber sichtbare Blutbeimengung im Urin kann auf Prostata- oder Harnblasenkrebs hinweisen.

Das maligne Melanom, der schwarze Hautkrebs, entwickelt sich meist aus bestehenden braunen Hautflecken, „Muttermalen“ oder Leberflecken, bevorzugt Stellen, die häufig der Sonne ausgesetzt sind. Besonders aufmerksam sollten Menschen sein, die zahlreiche Muttermale am ganzen Körper haben. Bei der Beobachtung und Beurteilung von Muttermalen hilft die ABCDE-Regel:

  • A= Asymmetrie: Normale Leberflecken sind symmetrisch. Unregelmäßige Formen sind verdächtig.
  • B= Begrenzung: Sind die Grenzen zur normalen Haut unscharf, muss man wachsam sein.
  • C= Color: Ist die Farbe eines Leberflecks nicht einheitlich, soll der Arzt ihn genau untersuchen.
  • D= Durchmesser: Ab 5 bis 6 Millimetern ist Vorsicht geboten. Die meisten "normalen" Leberflecken sind kleiner.
  • E= Erhabenheit: Hebt sich der Leberfleck mehr als ein Millimeter über das Hautniveau, besteht Krebsverdacht.

Weitere verdächtige Zeichen, die eine Abklärung beim Hausarzt oder in einer Hautklinik notwendig machen:

  • F= Farbveränderungen
  • G= Größenzunahme
  • H= Hämorrhagien = Blutungen
  • J= Juckreiz

Gehen Sie zum Arzt, wenn Sie folgende anhaltende Beschwerden haben:

  • Anhaltender Husten, die Veränderung eines lange bestehenden Hustens oder chronische Heiserkeit können Anzeichen für Lungenkrebs, Heiserkeit auch für Kehlkopfkrebs sein.
  • Veränderungen beim Stuhlgang oder bei den Stuhlgewohnheiten können auf einen Tumor im Dickdarm hindeuten.
  • Veränderungen beim Urinieren sind ebenso wie Blutbeimengungen im Urin manchmal Zeichen für einen Tumor im Bereich der ableitenden Harnwege.
  • Unerklärlicher und ungewollter Gewichtsverlust kann ebenfalls Folge einer (dann meist schon fortgeschritteneren) Krebserkrankung sein, die den Körper auszehrt. Auch anhaltende Appetitlosigkeit geht vielleicht damit einher.

Und noch einige andere Symptome könnten Anzeichen für eine Krebserkrankung sein und sollten zum Arzt führen:

  • anhaltendes Druck- oder Völlegefühl im Bauchraum
  • anhaltende Schluckbeschwerden
  • anhaltendes Aufstoßen oder Erbrechen
  • blutiger Auswurf
  • anhaltende Appetitlosigkeit
  • Veränderungen an der Schilddrüse
  • Veränderungen an den Hoden, insbesondere schmerzlose Verhärtungen

Zum nächsten Kapitel der Broschüre "Schutz vor Krebs"



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Seite drucken   Zuletzt aktualisiert: 15.02.2007