Deutsches Krebsforschungszentrum - Krebsinformationsdienst


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Übelkeit und Erbrechen bei Krebs: Belastung reduzieren, Folgen vermeiden

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Übelkeit und Erbrechen sind Nebenwirkung einiger Formen der Krebsbehandlung, vor allem die vieler Arten von Chemotherapie. Krebspatienten, denen einmal durch die Behandlung schlecht geworden ist, macht die Angst vor erneutem Erbrechen zusätzlich zu schaffen. Die belastenden Symptome treten gelegentlich jedoch auch als direkte Auswirkung des Tumorwachstums auf. Nicht immer können die behandelnden Ärzte hier vollständige Abhilfe versprechen. Doch wirksame Behandlungsformen helfen, Übelkeit so weit wie möglich zu reduzieren und Erbrechen häufig ganz zu vermeiden.

Beeinträchtigung der Lebensqualität

Übelkeit und Erbrechen gehören zu den häufigsten und besonders belastenden Begleiterscheinungen einer Krebserkrankung und ihrer Therapie. Leichtes Unwohlsein mit Appetitlosigkeit oder Völlegefühl mag gelegentlich noch erträglich sein. Schwere Übelkeit, die sogenannte Nausea, und Erbrechen (fachsprachlich Emesis) beeinträchtigen die Lebensqualität eines Patienten dagegen schwer. Dabei wird anhaltendes Unwohlsein oft als belastender empfunden als gelegentliches heftiges Erbrechen.

Eine Therapie, die andauernd schwere Übelkeit verursacht, ohne dass etwas dagegen unternommen wird, halten viele Patienten nur begrenzt durch. So früh wie möglich mit dem Arzt oder den betreuenden Pflegekräften über auftretende Beschwerden zu sprechen, hilft daher, langfristige Probleme gar nicht erst auftreten zu lassen.

Komplikationen und Langzeitfolgen

Einfach hinnehmen sollten Betroffene Übelkeit und Erbrechen auch aus einem weiteren Grund nicht: Sie können je nach Stärke und Dauer zu mehr oder weniger ernsten Komplikationen führen.

Patienten und Angehörige fürchten vor allem Mangelernährung durch Appetitverlust und geringe Nahrungs- beziehungsweise Nährstoffaufnahme. Wesentlich schneller wirkt sich allerdings bei häufigem Erbrechen der Verlust von Salzen, sogenannten Elektrolyten, und von Wasser auf den Allgemeinzustand aus. Die Schleimhaut von Speiseröhre und Rachen wird durch den Mageninhalt beim Erbrechen stark gereizt, und es können sich Geschwüre am Mageneingang bilden. Durch die im Erbrochenen enthaltene Säure leidet der Zahnschmelz. Auch die Anstrengung durch den Würgereiz ist nicht unproblematisch: Bei schwerem Erbrechen können frische chirurgische Wunden aufbrechen, auch Rippenbrüche sind möglich.

Unbehandeltes Erbrechen beeinträchtigt auch die Therapiemöglichkeiten und die Wirksamkeit einer Krebsbehandlung. Als Tabletten gegebene Medikamente sind schlechter zu dosieren: Ob sie vor dem Erbrechen schon den Magen passiert hatten oder überhaupt in ausreichendem Maß in den Körper aufgenommen wurden, ist schlecht einzuschätzen; möglicherweise gelangen sie aufgrund der gestörten Verdauung gar nicht in den Stoffwechsel.

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Seite drucken   ganzes Thema drucken    Zuletzt aktualisiert: 02.02.2003