Deutsches Krebsforschungszentrum - Krebsinformationsdienst


Diese Seiten sind Ausdrucke aus den Internetseiten des Krebsinformationsdienstes www.krebsinformationsdienst.de. Angaben zum Erstellungsdatum und zu den Quellen der Information können Sie dem folgenden Text entnehmen. Einige der dort genannten weiterführenden Angaben sind allerdings nur über das Internet zugänglich. Bitte beachten Sie: Die folgenden Informationen sind nicht dazu geeignet, ein Gespräch mit behandelnden Ärzten, Psychologen oder weiteren Experten zu ersetzen.

Jede Vervielfältigung oder Verbreitung dieser Inhalte zum Beispiel zum Nachdruck, zur Kopie oder zur Speicherung und Weitergabe in elektronischer Form bedarf der schriftlichen Genehmigung des Krebsinformationsdienstes KID, Deutsches Krebsforschungszentrum Heidelberg.

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Kinderwunsch bei Krebs: Links, Adressen, Anlaufstellen

Erster Ansprechpartner Krebsarzt

Die behandelnden Krebsärzte (auf Onkologie spezialisierte Ärzte) bleiben die wichtigsten Ansprechpartner bei der Frage nach Therapiefolgen, auch wenn die Erkrankung schon längere Zeit zurück liegt. Gemeinsam mit den Haus- oder Facharzt, der die Nachsorge koordiniert, können sie erste Angaben zum Thema Kinderwunsch erarbeiten.

Untersuchung und Behandlung

  • Ist unklar, ob die Zeugungsfähigkeit oder die Fähigkeit, ein Kind zu empfangen und auszutragen, überhaupt noch besteht, geben die Untersuchung beim Gynäkologen für Frauen und für Männer ein Test beim Urologen oder Hautarzt mit der Zusatzbezeichnung "Andrologie" Aufschluss.
  • Diese Fachärzte sind meist auch schon die richtigen Gesprächspartner, wenn es um die Überweisung in spezialisierte "Kinderwunsch"-Sprechstunden geht. Solche Zentren gibt es an vielen Universitätskliniken oder großen Krankenhäusern. In einigen Regionen haben sich kleinere Kliniken oder Praxisgemeinschaften ganz auf dieses Thema spezialisiert. Sie bieten in der Regel besondere Untersuchungsmöglichkeiten sowie das ganze Spektrum der Behandlungsmöglichkeiten bei Kinderwunsch an. Auch die entsprechende psychologische Unterstützung wird meist angeboten.
  • Haus- oder Fachärzte können auch zu den genetischen Beratungsstellen überweisen, falls die Sorge besteht, ein Krebsrisiko an Kinder weiter zu geben oder durch die Behandlung Schäden an der Erbsubstanz verursacht zu haben.

Netzwerk FertiPROTEKT

www.fertiprotekt.de

Im Jahr 2006 wurde das Netzwerk FertiPROTEKT gegründet, das inzwischen auf den gesamten deutschsprachigen Raum ausgeweitet wurde. Es soll Frauen und Männern vor und nach einer Chemo- oder Strahlentherapie die Möglichkeit zu geben, sich nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen hinsichtlich ihrer Fruchtbarkeit beraten und ggf. auch Maßnahmen zum Schutz ihrer Fruchtbarkeit durchführen zu lassen.

Die Internetseite www.fertiprotekt.de bietet ausführliche Informationen für Betroffene wie für Fachleute und auch Links zu spezialisierten Adressen.

Hilfe und Selbsthilfe

Was tun, wenn der Kinderwunsch unerfüllt bleibt? Wie vorgehen, wenn das Gefühl dafür fehlt, die Krebserkrankung gut genug verkraftet zu haben, um ein Kind groß zu ziehen? Wer hilft, wenn die Beziehung unter einer unklaren Situation leidet?

  • Die psychologische Belastung, die aus einer Krebserkrankung und ihren Folgen resultiert, und die Zeit, die bis zur Herstellung eines neuen Gleichgewichts vergehen kann, sollten Betroffene und ihre Angehörigen nicht unterschätzen. Bei der Bewältigung kann es auch helfen, nicht alles alleine zu tragen oder nur in der Familie zu besprechen.
  • Die psychosozialen Krebsberatungsstellen (hier eine Liste) sind erste Anlaufstellen für eine Beratung; sie verweisen bei Bedarf auch an weitere Ansprechpartner.
  • Das Thema Kinderwunsch nach Krebs wird auch in Chats, Foren und virtuellen Selbsthilfegruppen im Internet diskutiert. Ein wichtiges Beispiel ist etwa Inkanet, unter www.inkanet.de.
  • Weitere Selbsthilfegruppen, Anbieter von Foren, Chats und Informationen zum Thema finden sich in der Adressen- und Linkliste des Krebsinformationsdienstes.
  • Ungewollt kinderlose Paare finden heute auch viele Möglichkeiten der Beratung, zum Beispiel über die ProFamilia-Stellen (www.profamilia.de) oder Unterstützungsangebote von Städten und Gemeinden. Betroffene haben sich in vielen Regionen in Selbsthilfegruppen organisiert. Auch im Internet sind Betroffene und Fachleute aktiv und bieten Informationen und den Austausch in Foren und Diskussionsgruppen, zum Beispiel unter www.wunschkind.de oder www.wunschkinder.net. Beide Angebote weisen über Links auch auf zusätzliche Informationsmöglichkeiten hin.
  • Achtung: Nicht alle Angebote im Netz sind werbefrei, ein Blick auf die Finanzierung vieler Seiten lohnt sich! Mehr zur Einschätzung der Seriosität von Gesundheitsinformationen im Netz lesen Sie bei afgis, dem Aktionsforum Gesundheitsinformationssystem unter www.afgis.de.

Quellen

Als Quellen der vorliegenden Informationen hat der Krebsinformationsdienst, soweit nicht gesondert angegeben, aktuelle Lehrbücher der Onkologie herangezogen. Mittels einer Suche in Literaturdatenbanken wurde der Forschungsstand zum Thema Kinderwunsch nach Krebs überprüft und entsprechende Fachpublikationen ausgewertet. Dabei waren genutzte Artikel nicht älter als 2002. Die Informationen zu Arzneimitteln sind, soweit nicht anders angegeben, auf der Basis der so genannten Fachinformationen der Hersteller entstanden, die leider nur für Fachleute zugänglich sind. Der Krebsinformationsdienst KID steht außerdem in Kontakt mit Fachleuten für die Fertilitätsbehandlung, die die Informationen durchgesehen haben, und hat das Thema Kinderwunsch nach Krebs mit Ansprechpartnern aus den Kompetenznetzen Leukämie, Lymphome und Krebs bei Kindern diskutiert.



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Seite drucken   Zuletzt aktualisiert: 20.11.2008