
Gerne stehen die Mitarbeiter des Krebsinformationsdienstes Ihnen für weitere Auskünfte zur Verfügung – rufen Sie uns an: 0800 – 4 20 30 40, täglich von 8.00 bis 20.00 Uhr. Ihr Anruf ist für Sie kostenlos. Oder schreiben Sie eine E-Mail an krebsinformationsdienst@dkfz.deIm engeren Sinn wird der Begriff "Stoma" für einen künstlichen Darm- oder Blasenausgang oder einen bleibenden Luftröhrenschnitt verwendet. Bei Krebspatienten kann ein solcher Eingriff notwendig werden, um einen Tumor möglichst komplett zu entfernen. Auch wenn einige Stomaformen nicht dauerhaft erhalten bleiben, brauchen Betroffene für die Pflege einer künstlichen Körperöffnung Unterstützung und Anleitung, um im Alltag so selbstverständlich wie bisher leben zu können. Im folgenden Text hat der Krebsinformationsdienst Ansprechpartner zusammengestellt.
Der Begriff Stoma kommt aus dem Griechischen und bedeutet Öffnung oder Mund und wird in der Medizin für eine durch eine Operation geschaffene künstliche Körperöffnung verwendet. Ein Stoma kann vorübergehend angelegt werden oder dauerhaft bestehen bleiben.
Im engeren Sinn sind für Krebspatienten die Begriffe Tracheostoma, Urostoma und Kolostoma wichtig. Sie stehen für eine künstliche Öffnung der Luftröhre, meist nach Kehlkopfkrebs, für einen künstlichen Blasenausgang nach Blasenkrebs oder schweren gynäkologischen Krebserkrankungen, sowie für einen künstlichen Dickdarmausgang nach Darmkrebs. Seltener ist ein Ileostoma, das den Dünndarminhalt durch die Bauchdecke nach außen abführt, wenn ein Patient an sehr ausgedehntem Dickdarmkrebs erkrankt war.
Eine Operation, die zur Anlegung einer solchen künstlichen Körperöffnung führt, ist meist umfangreich, betroffene Patienten brauchen Zeit, um sich wieder zu erholen. Für sie ist eine Rehabilitationsmaßnahme wichtig, in der sie den Umgang mit der neuen Situation lernen.
Auch die psychische Auseinandersetzung mit einer so eingreifenden Veränderung ist oft nicht leicht; hinzu kommt auch die Angst, mit dem Stoma aufzufallen und in der Familie, bei Freunden oder am Arbeitsplatz auf Ablehnung zu stoßen. Anlaufstelle für eine Unterstützung beim Umgang mit solchen Problemen sind unter anderem die regionalen Krebsberatungsstellen. Hier haben zudem die Erfahrungen anderer Betroffener einen hohen Stellenwert: Der Kontakt zu einer Selbsthilfegruppe und das Informationsmaterial, das bundesweite Organisationen zusammenstellen, hilft bei der Bewältigung von praktischen Problemen im Alltag oft immens weiter.
Die folgenden Linktipps können Betroffenen mit einem Stoma weiterhelfen und bei der Suche nach Informationen unterstützen. Bei individuellen Problemen, die aus der zugrundeliegenden Tumorerkrankung rühren, sollte auf jeden Fall aber auch der behandelnde Arzt angesprochen werden.