Aktuelles
Entgiften nach der Chemotherapie?
Anhand einer aktuellen Anfrage geht der Krebsinformationsdienst der Frage nach, was Entgiften, Entsäuern oder Ausleiten nach der Chemotherapie bewirken können. Linktipps führen zu weiterführenden Informationen und Quellen.
„Meine Schwester hat seit Anfang des Jahres Brustkrebs. In der kommenden Woche ist sie endlich mit der Chemotherapie fertig. Schon seit längerem habe ich versucht, sie ein bisschen zu unterstützen. Sie hat doch sehr unter Übelkeit gelitten und war immer extrem müde. Jetzt möchte ich sie zu mir nach Hause einladen, damit sie in Ruhe entgiften und sich erholen kann. Ich dachte an ein paar Tage Saftfasten, das mache ich selbst jedes Frühjahr. Reicht das aus? Oder sollte meine Schwester noch andere ausleitende Therapien machen, um die ganzen Giftstoffe der Chemotherapie und die abgestorbenen Zellen wieder loszuwerden? Für einen Tipp wäre ich dankbar - im Internet habe ich so viele verschiedene Kuren und Arzneimittel gefunden, und sie selbst ist ein bisschen skeptisch.“
Sehr geehrte Fragestellerin,
vielen Dank für Ihre E-Mail an den Krebsinformationsdienst. Wie Sie möchten viele Angehörige etwas für betroffene Patienten tun und sie dabei unterstützen, so schnell wie möglich wieder gesund zu werden. Die Sorge gilt häufig den Nebenwirkungen der Krebstherapie: Sie schildern, dass Ihre Schwester während der Chemotherapie unter Nebenwirkungen gelitten hat, und erwähnen Übelkeit und Müdigkeit.
Lassen sich solche Nebenwirkungen durch eine sogenannte Entgiftung oder Ausleitung lindern? Oder erholt sich der Körper von alleine, wenn die Behandlung beendet ist, und eine „Entgiftung“ ist nur eine zusätzliche und unnötige Belastung?
Gerne haben wir zur Ihrer Frage nach entgiftenden und ausleitenden Verfahren aktuelle Hintergrundinformationen zusammengestellt.
Es ist uns jedoch nicht möglich, Ihnen praktische Ratschläge oder Empfehlungen zu geben. Solche Informationen können Ihre Schwester und Sie nur im Gespräch mit den behandelnden Ärzten erhalten:
Nur diese wissen, was sie während und nach ihrer Therapie benötigt, und was ihr anhand der vorliegenden Untersuchungsbefunde wirklich hilft und nicht schadet.
Wie es nach der Therapie weitergeht, planen Krebspatienten am besten gemeinsam mit dem Arzt. Er kennt alle Untersuchungsbefunde.
Aus diesem Grund möchten wir auch eine weitere Bitte an Sie richten: Ihr Wunsch, Ihrer Schwester zu helfen, ist sehr gut nachvollziehbar. Allein aus psychologischer Sicht ist die Unterstützung durch Angehörige für Krebspatienten meist sehr wertvoll.
Genauso wichtig ist es jedoch, dass Sie sich gut mit Ihrer Schwester abstimmen und sich an ihren Wünschen und den Empfehlungen ihrer Ärzte orientieren.
Dies gilt insbesondere für Maßnahmen, die als komplementär oder alternativ gelten. Dazu gehören auch die entgiftenden oder ausleitenden Verfahren, heute oft kurz als „Detox“ bezeichnet, sowie Diäten oder Fastenkuren.
Ein sicherer Beleg dafür, dass Ihrer Schwester solche Verfahren nützen würden, fehlt nämlich. Manche Verfahren stellen für Krebspatienten eine zusätzliche und unnötige Belastung dar oder können sogar schaden.
Entgiften: Das braucht der Körper nicht
Der Körper schafft die Entgiftung in der Regel allein. Saftfasten, Teefasten, Hungern oder starkes Abführen nach der Chemotherapie können sogar schaden.
Bisher gibt es keine wissenschaftlich anerkannten Belege dafür, dass Krebspatienten eine Entgiftung überhaupt nötig haben. Die allermeisten Medikamente zur Chemotherapie, die sogenannten Zytostatika, baut der Körper innerhalb weniger Stunden oder Tage von ganz alleine ab. Sie werden über die Nieren und zum Teil auch über den Darm ausgeschieden. Nur bei sehr wenigen Mitteln dauert die Verstoffwechselung etwas länger. Dies gilt selbst dann, wenn Krebspatienten geschwächt sind oder unter starken Nebenwirkungen leiden.
Die vergleichsweise schnelle Ausscheidung bedeutet aber auch: Ist die Chemotherapie beendet, setzt innerhalb von kurzer Zeit auch die Erholung ein, die meisten Nebenwirkungen verschwinden. Übelkeit lässt nach und der Appetit kehrt zurück. Haare beginnen wieder nachzuwachsen, die blutbildenden Zellen regenerieren sich, wodurch Müdigkeit und Immunschwäche zurückgehen. Und auch die bei vielen Betroffenen geschädigten Schleimhäute im Körper werden wieder aufgebaut.
Ob der Körper eine Chemotherapie verträgt, wird geprüft

Die Theorie von „Schlacken“ oder anderen sich im Körper ansammelnden, schädigenden Stoffwechselprodukten ist ebenfalls falsch. Sie trifft weder für Gesunde noch für Krebspatienten zu, solange der Stoffwechsel ansonsten normal arbeitet und Leber, Niere oder Darm nicht geschädigt sind.
Der Körper schafft es normalerweise auch bei Krebspatienten sehr gut, das Gleichgewicht von Salzen und Flüssigkeiten aufrecht zu erhalten: „Sauer“ oder „basisch“, das regelt der Stoffwechsel innerhalb kürzester Zeit selbst. Ein Entsäuern, wie häufig propagiert, ist nicht notwendig.
Ob der Körper die Entgiftung selbst leistet, wird vor der Chemotherapie routinemäßig untersucht. Betroffene, bei denen Nieren oder Leber altersbedingt oder durch Vorerkrankungen nicht mehr gut arbeiten, erhalten, wenn möglich, eine reduzierte Dosis oder für sie verträglichere Medikamente. Unter Umständen müssen Ärzte und Patienten aber auch nach einer anderen Therapie anstelle einer Chemotherapie suchen.
Aus den genannten Gründen ist eine Entgiftung nach der Behandlung in keiner der fachlichen Leitlinien zur Krebstherapie vorgesehen. In solchen Leitlinien fassen Ärzte und Wissenschaftler zusammen, was an aktuellen, fundierten Fakten zur Behandlung der verschiedenen Krebsarten vorliegt. Patientenvertreter sind an der Abstimmung und Bewertung ebenfalls beteiligt, mehr dazu im Text „Evidenzbasierte Medizin und Leitlinien“.
Fasten, Saftfasten, ausleitende oder entgiftende Diäten
Heilfasten, Saftfasten oder Teefasten sind auch unter Gesunden populär. Unumstritten sind sie nicht: Sie taugen, so die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE), nicht einmal zum Abnehmen. Die DGE akzeptiert kurzfristiges Fasten allenfalls als Einstieg, wenn man langfristig seine bisherige Ernährung umstellen möchte. Eine medizinische Behandlung lasse sich aber nicht durch Heilfasten ersetzen, und Kranken rät die Gesellschaft eher ganz davon ab.
Krebspatienten, die durch Erkrankung und Therapie bereits an Gewicht verloren haben, können durch eine solche gut gemeinte Nahrungseinschränkung weiter abnehmen. Auf jeden Fall sollte man die behandelnden Ärzte befragen, bevor man mit Fasten oder Saftfasten beginnt.
Insbesondere Brustkrebspatientinnen rät die Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie von „Hungerdiäten“ ab. Zwar sollten betroffene Frauen auf ein normales Körpergewicht achten: Übergewicht gilt, vor allem nach den Wechseljahren, als Brustkrebsrisiko. Fasten wirkt jedoch weder entschlackend oder entgiftend, noch hat es eine Auswirkung auf die Wahrscheinlichkeit von Rückfällen.
Besonders umstritten sind regelrechte Krebsdiäten, bei denen über einen längeren Zeitraum nicht nur entgiftet, sondern auch dem Tumor die Energiezufuhr abgedreht werden soll. Von der mehrwöchigen Tee-und Saftkur nach Rudolf Breuss oder ähnlichen Krebsdiäten raten viele Fachgesellschaften ausdrücklich ab Krebspatienten können dramatisch an Gewicht verlieren und so ihre Gesundheit schwerwiegend beeinträchtigen. Dagegen fällt auch die vermehrte Vitaminaufnahme durch frische Säfte nicht ins Gewicht.
Obst und Gemüse sind jedoch wichtig, und einige Zeit nach der Krebstherapie vertragen die meisten Patienten auch wieder alles wie vor der Behandlung: Was heute an Ernährungsempfehlungen für Betroffene gilt, fassen die Texte zum Thema „Ernährung bei und nach Krebs“ zusammen.
Entwässerung, Anregung der Funktion von Leber, Galle, Darm und Nieren
Die Vorstellung, den Körper bei der Ausscheidung zu unterstützen, erscheint zunächst nachvollziehbar. Sie findet sich in der klassischen Naturheilkunde des 19. Jahrhunderts, aber auch in anderen Medizintheorien wie etwa dem indischen Ayurveda.
Doch stimmen die vielen Hypothesen, man könne alles Schädliche ausschwemmen oder Giftstoffe über Diäten, abführende Mittel oder Einläufe schneller aus dem Körper befördern? Können Tees oder Medikamente die Arbeit von Leber und Nieren unterstützen?
Die Antwort von Experten lautet: Nein. Viele Hypothesen, die hinter der Idee der Entschlackung stehen, sind aus heutiger Sicht überholt. Die oft schon Jahrhunderte alten Theorien stimmen nicht mehr mit dem überein, was man heute über den Stoffwechsel sowie Krankheiten wie Krebs weiß. Experten finden in der wissenschaftlichen Literatur auch keine Beweise für einen Nutzen ausleitender oder entgiftender Maßnahmen.
Der deutsch-britische Mediziner Edzard Ernst, der einen großen Teil der vorliegende Literatur zum Thema „Detox“ gesichtet hat, kommt zu dem Schluss: Hier geht es anscheinend vor allem ums Geschäft.
Vorsicht vor Diuretika, Einläufen oder Abführmitteln!

Bei einigen Medikamenten, die manchmal empfohlen werden, sollten Krebspatienten bedenken, wofür sie eigentlich entwickelt wurden.
Entwässernde Mittel, die den Körper zur Ausscheidung von Flüssigkeit anregen, sogenannte Diuretika, entlasten das Herz und haben ihre Berechtigung zum Beispiel bei der Behandlung von Bluthochdruck und bei der Vorbeugung von Schlaganfällen. Solche Arzneimittel sind sehr sorgfältig untersucht, und man weiß, dass es hier tatsächlich nur um die Flüssigkeitsausscheidung geht, nicht um eine Entgiftung.
Harmlos sind Diuretika nicht, auch dann nicht, wenn sie pflanzliche Inhaltsstoffe enthalten. Die verstärkte oder gar übermäßige Ausscheidung kann den Kreislauf belasten und den Salzhaushalt durcheinander bringen.
Gleiches gilt für Mittel, die auf die Leber wirken sollen, etwa Extrakte aus der Mariendistel. Sie wirken über die Anregung der Galleproduktion meist auch abführend, eine „Entgiftung“ wird durch die Darmentleerung aber nicht erreicht. Und ob solche Arzneimittel oder Tees nicht sogar schaden, hängt von der individuellen Situation ab und sollte mit den behandelnden Ärzten geklärt werden.
Kritisch wird es insbesondere dann, wenn durch Einläufe oder starkes Abführen der Körper geschwächt wird: Patienten verlieren zu viel Flüssigkeit und Salze, der Elektrolythaushalt gerät durcheinander. Wichtige Nährstoffe werden nicht mehr ausreichend verdaut und zu schnell ausgeschieden. Werden Einläufen und Darmspülungen noch Kaffee oder andere angeblich entgiftende Substanzen zugefügt, überwiegt der Schaden auf jeden Fall. Solche besonders in den USA, aber auch in Deutschland gelegentlich empfohlene Methoden beruhen auf regelrecht mittelalterlichen Vorstellungen, und sowohl die Amerikanische Krebsgesellschaft wie auch das Nationale Krebsforschungszentrum der USA raten davon ab.
Viel trinken ist wichtig für die Nieren und den Kreislauf
Von der Vorstellung, Gift aus dem Körper zu schwemmen, bleibt also nur wenig übrig: Auf jeden Fall müssen Krebspatienten – wie Gesunde auch – auf eine ausreichende Flüssigkeitsversorgung achten. Ob es mehr als die für Gesunde empfohlenen zwei bis drei Liter pro Tag sein müssen, klären Arzt oder Pflegefachleute.
Auch was man während der Chemotherapie trinken sollte, hängt von der individuellen Situation ab: Ob zuckerhaltige Getränke vertragen werden oder wegen ihres Kaloriengehaltes ausnahmsweise sogar wichtige Energielieferanten sind, ist von Patient zu Patient verschieden.
Saure Säfte oder Tees vertragen viele Betroffene während der „Chemo“ und kurz danach nicht, sie können wunde Schleimhäute weiter reizen und den Darm zu sehr belasten. Auch hier gibt es aber individuelle Unterschiede.
Heiltees, die hochwirksame Pflanzenextrakte enthalten, sind jedoch auf keinen Fall Durstlöscher für jeden Tag.
Vitamine, Spurenelemente, andere Nahrungsergänzungsmittel
Auch wer seine Selbstheilungskräfte mit Vitamintabletten, Spurenelementen oder anderen Nahrungsergänzungsmitteln aktivieren möchte, tut sich vermutlich nichts Gutes. Obst, Gemüse und andere Lebensmittel enthalten diese Stoffe dagegen anscheinend genau in der Zusammensetzung und Menge, die der Körper braucht. Hinzu kommt noch eine große Anzahl sogenannter sekundärer Pflanzenstoffe, die zur Gesundheit beitragen, auch wenn ihre Rolle noch nicht vollständig verstanden ist.
Viele Versuche, die Effekte natürlicher Lebensmittel durch isolierte Extrakte zu imitieren oder zu verstärken, schlugen bislang fehl. Bisher konnte keine Studie zeigen, dass es Krebspatienten, die keine Probleme mit der normalen Nahrungsaufnahme haben, durch zusätzliche Vitamine, Mineralstoffe oder sonstige Wirkstoffe in Tablettenform besser geht. Der World Cancer Research Fund rät Gesunden wie Patienten bis auf wenige Ausnahmen von solchen Nahrungsergänzungsmitteln ab.
Bei Gesunden sind sich Fachleute inzwischen sogar relativ sicher, dass viele solche Produkte schaden und die Sterblichkeitsrate steigern, statt sie zu senken. Ihr Augenmerk richtet sich insbesondere auf die als „Radikalfänger“ oder „Antioxidantien“ angepriesenen Stoffe, darunter etwa die Vitamine A oder Beta-Carotin, C und E. Ihnen wird eine vor Giftstoffen schützende und entgiftende Wirkung zugeschrieben.
In einer 2012 aktualisierten Übersichtsarbeit hegen Experten dagegen den Verdacht:
- Anstatt zu schützen, stören diese Substanzen in isolierter Form mutmaßlich sogar die körpereigenen Entgiftungsmechanismen.
Wieder gesund werden: Reha, Ernährung, Sport
Eine „Reha“ in einer spezialisierten Klinik bietet Zeit zur Erholung. Wie man im Alltag gesund lebt, erfahren Krebspatienten dort ebenfalls.
Sie haben in Ihrer Anfrage nicht geschrieben, ob Ihre Schwester nach der Chemotherapie noch weitere Behandlungen erhalten soll. Ist die erste Phase der Brustkrebstherapie aber jetzt abgeschlossen? Dann könnte Ihre Schwester auch eine Rehabilitationsmaßnahme durchführen, sofern sie gesetzlich kranken- oder rentenversichert ist. Bei privat Versicherten regelt der individuelle Vertrag die Möglichkeiten. Bitte fragen Sie bei Ihrer Schwester nach, ob ihr eine solche „Reha“ von ihren behandelnden Ärzten schon vorgeschlagen wurde.
Die Reha wird meist stationär in einer spezialisierten Klinik durchgeführt, wo sich Ihre Schwester von der Behandlung erholen und sich in Ruhe auf die Rückkehr zum gewohnten Alltag vorbereiten kann.
Zum Programm gehört auch die Behandlung von eventuell noch vorhandenen Neben- und Nachwirkungen der Krebstherapie. Ihre Schwester würde dort zudem Informationen über alle Maßnahmen erhalten, mit denen sie als Krebspatientin langfristig einen möglichst guten Allgemeinzustand erreichen kann.
Rehakliniken bieten zum Beispiel Ernährungsberatung, Reha-Sport sowie psychologische und psychosoziale Beratung und Betreuung.
Wer Ihre Schwester bei der Beantragung einer solchen Maßnahme unterstützen kann, finden Sie zusammen mit weiteren Hintergründen im Text „Rehabilitation nach Krebs: Was hilft beim Gesundwerden?“.
Zum Weiterlesen
Viele Verfahren, die als ausleitend oder entgiftend angepriesen werden, zählen Fachleute zur Alternativmedizin, und es bestehen Zweifel am Nutzen oder sogar der Unschädlichkeit. Andere gehen davon aus, dass eine unterstützende oder komplementäre Behandlung für Krebspatienten durchaus sinnvoll sein kann.
Wie Krebspatienten sich in diesen widersprüchlichen Aussagen selbst zurechtfinden können, hat der Krebsinformationsdienst in folgenden Texten zusammengestellt:
- Alternative Methoden bei Krebs: Komplementär behandeln?
- Alternative Methoden bei Krebs: Wie Patienten entscheiden können
- Kurz gefasstes Informationsblatt zum Laden und Ausdrucken: "Alternative Krebsmedizin" (PDF)
Am Telefon und per E-Mail steht der Krebsinformationsdienst für Fragen zum Stellenwert einzelner Verfahren zur Verfügung. Informationen auch zu experimentellen oder besonders ungewöhnlichen Methoden kann der Dienst bei Bedarf in der wissenschaftlichen Fachliteratur recherchieren, und prüfen, ob es bereits Stellungnahmen von Fachgesellschaften und anderen ausgewiesenen Experten gibt.
Für Interessierte und Fachkreise
Als Quellen für diesen Text hat der Krebsinformationsdienst zum einen
- Informationen genutzt, die Anbieter entsprechender Verfahren zur Verfügung stellen, entweder im Internet oder in Form von Broschüren oder Büchern.
- Ob diese Aussagen mit den Empfehlungen aktuell gültiger evidenzbasierter Leitlinien zur Krebstherapie übereinstimmen, wurde anhand der Leitlinienpublikationen der Arbeitsgemeinschaft der wissenschaftlichen medinischen Fachgesellschaften unter www.awmf.org/leitlinien/aktuelle-leitlinien.html überprüft,
- weiter anhand der Informationen des Leitlinienprogramms Onkologie, unter www.leitlinienprogramm-onkologie.de.
- Ebenfalls zum Abgleich des Stellenwerts genutzt wurden Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie, unter www.mein-onkopedia.de/onkopedia/leitlinien.
- Für Brustkrebspatientinnen bietet die Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie einen Ratgeber, der auch zu Krebsdiäten, Vitaminen und anderen alternativen Verfahren Stellung bezieht, unter www.ago-online.de/fileadmin/downloads/pdf/2011/2010-2011_patientenratgeber.pdf. Die Fassung für Fachleute ist abrufbar unter www.ago-online.de/de/fuer-mediziner/leitlinien/mamma/, Stellung zu alternativen Verfahren nimmt die Arbeitsgemeinschaft unter www.ago-online.de/fileadmin/downloads/leitlinien/mamma/maerz2012/26_2012D_
Komplementaere_Therapie.pdf.
Als Quelle für Daten zur Verstoffwechselung gängiger Zytostatika wurden die Fachinformationen der Hersteller genutzt, verfügbar für Fachkreise (Login erforderlich) beispielsweise unter www.fachinfo.de, oder in englischer Sprache über die Europäische Arzneimittelagentur EMA unter www.ema.europa.eu.
Genutzt wurden zudem Stellungnahmen der American Cancer Society (www.cancer.org) und des National Cancer Institute der USA (www.cancer.gov) zu auch in Deutschland gelegentlich angepriesenen Verfahren, insbesondere zu Diäten oder Verfahren, bei denen abführende Praktiken eine Rolle spielen.
Folgende Einzelpublikationen und Übersichtsarbeiten wurden darüber hinaus herangezogen:
Bjelakovic G et al. (2012): Antioxidant supplements for prevention of mortality in healthy participants and patients with various diseases. Cochrane Database of Systematic Reviews 2012, Issue 3. Art. No.: CD007176. DOI: 10.1002/14651858.CD007176.pub2.
Deutsche Gesellschaft für Ernährung (2005) Heilfasten. Zitiert nach www.dge.de/modules.php?name=News&file=article&sid=468
Ernst E (2012): Alternative Detox. Br Med Bull. 101:33-8. doi: 10.1093/bmb/lds002. Epub 2012 Jan 31.
Heimpel H et al. (2008): Krebsbehandlung 2008: Wissenschaftlich begründete Verfahren und Methoden mit umstrittener Wirksamkeit. Onkologe 15:85-94, DOI 10.1007/s00761-008-1533-8
World Cancer Research Fund, American Institute for Cancer Research: Food, Nutrition, Physical Activity, and the Prevention of Cancer: a Global Perspective. Second Expert Report, www.dietandcancerreport.org
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