Oberkörper eine Frau mit leuchtendem Tumor an der Brust

Brustkrebs: Therapie von örtlich begrenzten Tumoren

Erstbehandlung und Rückfall

Aktualisiert am:

Von: Dr. Anke Ernst (Pharmazeutin)

  • Patientinnen mit örtlich begrenztem Brustkrebs werden in der Regel operiert. Ziel ist es, das Tumorgewebe möglichst vollständig aus der Brust zu entfernen.
  • Zusätzlich erhalten die meisten Frauen vor und/oder nach der OP ergänzende Behandlungen. Infrage kommen dafür vor allem eine Bestrahlung sowie abhängig vom Tumortyp auch eine Antihormontherapie, zielgerichtete Therapie, Chemotherapie oder seltener eine Immuntherapie.
  • Kommt es zu einem örtlich begrenzten Rückfall, gibt es die gleichen Therapiemöglichkeiten wie bei der Erstbehandlung. Die Therapiewahl orientiert sich dabei an der Vorbehandlung und der aktuellen Erkrankungssituation der Patientin. 

Hinweis

Dieser Text bietet Informationen zu Brustkrebs, der auf die Brust begrenzt ist.

Informationen zur Therapie von fortgeschrittenem Brustkrebs, der sich auf andere Organe ausgebreitet hat. finden Sie unter Brustkrebs: Therapie bei Metastasen.

Für mehr Informationen und andere Erkrankungssituationen: Gerne können Sie unsere Ärztinnen und Ärzte kostenfrei kontaktieren.
 

Wichtig: Informationen aus dem Internet können Ihnen einen Überblick bieten. Sie sind aber nicht dazu geeignet, die Beratung durch einen Arzt oder eine Ärztin zu ersetzen.

Zentraler Bestandteil der Brustkrebsbehandlung im frühen Stadium ist die operative Entfernung des Tumors. Ergänzend erhalten Brustkrebspatientinnen meist weitere Therapien.

Meistens folgt auf die Brustkrebs-Operation eine Bestrahlung. 

  • Sie wirkt örtlich auf den Tumor, das umliegende Gewebe und nahegelegene Lymphknoten.
  • Sie dient dazu, örtliche Rückfälle zu verhindern und die Heilungschancen der Patientinnen zu verbessern.

Zusätzlich erhalten Brustkrebs-Patientinnen in der Regel eine ergänzende medikamentöse Behandlung.

  • Abhängig von der Tumorbiologie und weiteren Faktoren kommen dabei eine Chemotherapie, Antihormontherapie, zielgerichtete Therapie oder – seltener – eine Immuntherapie infrage.
  • Wird die Therapie nach der Operation (adjuvant) eingesetzt, kann sie Krebszellen bekämpfen, die sich möglicherweise bereits vom Tumor gelöst haben, und so die Bildung von Metastasen verhindern.
  • Erfolgt sie vor der Operation (neoadjuvant), kann sie den Tumor verkleinern und die Operation erleichtern. Darüber hinaus trägt sie ebenfalls dazu bei, das Rückfallrisiko zu verringern.

Der Befund ist entscheidend

In den aktuellen Behandlungsleitlinien richten sich die Empfehlungen der Fachleute zur medikamentösen Therapie vor allem nach den molekulargenetischen Eigenschaften des Tumors. Das bedeutet: Die Behandlung hängt davon ab, was die Untersuchungen der Gewebeproben (Biopsie) über den Tumor zeigen.

Folgende Eigenschaften der Krebszellen (Biomarker) sind wichtig:

Fallen alle Werte negativ aus (ER-, PR-, HER2-), liegt ein sogenannter triple-negativer Brustkrebs vor. Auch das ist wichtig für die Wahl der Therapie.

Über die Brustkrebstherapie entscheiden

Zum Weiterlesen

Welche Therapiestrategie für eine Brustkrebspatientin infrage kommt, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Mehr dazu lesen Sie im Text Therapie von Brustkrebs: Behandlungsmöglichkeiten und Behandlungswahl.

Wichtig

Brustkrebs ist kein Notfall – treffen Sie Ihre Therapie-Entscheidung in Ruhe und gemeinsam mit Ihren behandelnden Ärztinnen und Ärzten.

Eine Therapie zusätzlich zur OP kann das Risiko für Rückfälle senken und die Heilungschancen erhöhen. Je höher das Rückfallrisiko einer Patientin, desto größer ist der Nutzen einer zusätzlichen Therapie. 

Es können aber auch Nebenwirkungen auftreten. Gerade wenn der erwartete Nutzen gering ist, empfinden Betroffene unerwünschte Wirkungen als besonders belastend.

Deshalb solle jede Patientin vor der Therapie versuchen, für sich selbst zu klären: 

  • Wie viel Sicherheit brauche ich?
  • Welche Nebenwirkungen nehme ich in Kauf? 

Ist der Brustkrebs noch auf die Brust begrenzt, ist die Operation der wichtigste Schritt der Behandlung. Das Ziel ist, den Tumor vollständig zu entfernen. 

Brusterhaltende Operation oder Mastektomie?

Gut zu wissen

In Deutschland erhalten 3 von 4 Brustkrebspatientinnen eine brusterhaltende Therapie.

Die meisten Patientinnen können brusterhaltend operiert werden: Dabei entfernen Ärztinnen und Ärzte nur den Tumor in der Brust, anschließend folgt eine Nachbestrahlung

Gut zu wissen

Auch persönliche Gründe können bei der Entscheidung für ein Operationsverfahren eine Rolle spielen. 

Treffen Sie die Entscheidung immer gemeinsam mit den behandelnden Ärztinnen und Ärzten. 

Studien zeigen: Die Heilungschancen sind nach einer brusterhaltenden Behandlung genauso gut wie nach einer "Brustamputation" (Mastektomie). Neue Untersuchungen deuten sogar darauf hin: Bleibt die Brust erhalten und wird nur der Tumor entfernt, könnte das sogar günstiger sein.

  • Einen Überblick zu den Vor- und Nachteilen einer brusterhaltenden Therapie lesen Sie im Abschnitt "Brusterhaltende Operation bei Brustkrebs" des Textes Operation bei Brustkrebs.

Es gibt nur wenige medizinische Gründe, die gegen eine brusterhaltende Operation sprechen. 

Fachleute empfehlen eine Mastektomie, wenn:

  • keine Nachbestrahlung möglich ist oder die Patientin diese nicht möchte,
  • der Tumor nach mehreren Operationen nicht vollständig entfernt werden konnte,
  • eine besondere, "entzündliche" Form von Brustkrebs (inflammatorischer Brustkrebs) vorliegt.

Wenn der Tumor an mehreren Stellen gleichzeitig auftritt oder im Verhältnis zur Brust groß ist, müssen Patientin und Arzt oder Ärztin gemeinsam abwägen, ob eine brusterhaltende Therapie oder eine Mastektomie besser ist.

Untersuchung der Lymphknoten

Zusätzlich zur Operation der Brust kann es sein, dass die Operateure einen oder mehrere Lymphknoten aus der Achselhöhle entnehmen, um festzustellen, ob der Krebs sich bereits dorthin ausgebreitet hat. Das Ergebnis hilft, die weitere Behandlung zu planen.

Zum Weiterlesen

Informationen zum Ablauf der verschiedenen Operationsverfahren sowie zur Lymphknotenentnahme, zu den Nebenwirkungen und zu den Möglichkeiten des Brustwiederaufbaus lesen Sie im Text Operation bei Brustkrebs.

Nach einer brusterhaltenden Operation empfehlen Fachleute fast immer eine adjuvante Strahlentherapie der operierten Brust: Sie reduziert das Risiko eines örtlichen Rückfalls deutlich.

Nach einer „Brustamputation“ (Mastektomie) folgt nur dann eine Strahlentherapie, wenn das Rückfallrisiko erhöht ist. Also zum Beispiel, wenn der Tumor trotz Abnahme der ganzen Brust nicht vollständig entfernt werden konnte. Bestrahlt wird in dieser Situation die Brustwand auf der operierten Seite.

Manchmal werden zusätzlich die Lymphabflusswege bestrahlt, wenn die Patientin ein erhöhtes Rückfallrisiko hat. Das soll das Risiko verringern, dass sich der Krebs in andere Organe ausbreitet (Fernmetastasen) und so die Heilungschancen verbessern. 

Zum Weiterlesen

Wie eine adjuvante Strahlentherapie abläuft, welche Nebenwirkungen und Spätfolgen auftreten können und was man dagegen tun kann, erfahren Sie in unserem Text Strahlentherapie bei Brustkrebs.

Bei örtlich begrenztem Brustkrebs wird die Operation oft durch weitere Medikamente ergänzt. Ziel ist es, das Rückfallrisiko zu senken und verbliebene Krebszellen zu zerstören. Welche Behandlung sinnvoll ist, hängt von den Eigenschaften des Tumors ab – zum Beispiel vom Hormonrezeptor-Status oder vom HER2-Status.

Je nach Situation kommen Chemotherapie, Antihormontherapie, zielgerichtete Therapien, Immuntherapie und/oder knochen-gerichtete Medikamente infrage. Zeitpunkt, Kombination und Dauer der Behandlung legt das Ärzteteam individuell fest.

Fragen Sie uns!

In den folgenden Textabschnitten geben wir einen allgemeinen Überblick,

  • welche Medikamente,
  • zu welchem Zeitpunkt und
  • in welcher Situation

bei auf die Brust begrenzten Tumoren infrage kommen.

Wenn Sie Informationen zu Ihrer individuellen Krankheitssituation suchen, helfen Ihnen unsere Ärztinnen und Ärzte gerne kostenfrei weiter:

Wichtig zu wissen

Manchmal wird die Chemo mit einer zielgerichteten Therapie oder Immuntherapie kombiniert. Dann erhalten Frauen diese Medikamente gleichzeitig ebenfalls vor und/oder nach der OP. 

Die ergänzende Chemotherapie bei örtlichem Brustkrebs spielt eine zentrale Rolle, wenn das Risiko für Rückfälle erhöht ist. 

  • Ärztinnen und Ärzte setzen sie inzwischen bevorzugt vor der Operation (neoadjuvant) ein.
  • Sie ist aber auch nach der OP (adjuvant) möglich.

Wann eine Chemotherapie sinnvoll ist

Eine Chemotherapie wird zum Beispiel in Betracht gezogen bei:

Wird sie vor der OP eingesetzt, kann sie den Tumor verkleinern und so eine brusterhaltende Operation ermöglichen. Nach der OP dient sie dazu, verbliebene Krebszellen zu zerstören.

Je nach Erkrankungssituation werden verschiedene Wirkstoffe kombiniert. Die Therapiedauer und genaue Medikamentenkombination legt das Ärzteteam individuell fest.

Bei hormonempfindlichen Tumoren ist die Antihormontherapie ein wichtiger Bestandteil der ergänzenden Behandlung. Sie blockiert oder hemmt die Wirkung von weiblichen Geschlechtshormonen (Östrogenen). Diese Hormone können das Tumorwachstum anregen. 

In manchen Situationen kann sie mit einer Chemotherapie kombiniert werden. 

Die Antihormontherapie findet in der Regel nach der Operation (adjuvant) statt.

  • Sollte eine adjuvante Bestrahlung geplant sein, kann die Patientin Bestrahlung und Antihormontherapie gleichzeitig durchführen.
  • Ist auch eine Chemotherapie nach der OP geplant, beginnt die Patientin meist erst nach der Chemotherapie mit ihrer Bestrahlung und Antihormontherapie.

Vor den Wechseljahren

Wichtig zu wissen

Eine intensivere (längere oder kombinierte) Antihormontherapie kann die Behandlung wirksamer machen, geht aber manchmal mit stärkeren Nebenwirkungen einher. 

Damit Sie die Therapie langfristig fortsetzen können, ist es wichtig, offen über mögliche Beschwerden zu sprechen – gemeinsam mit Ihren Ärzten lassen sich Lösungen finden.

In der Regel erhalten Patientinnen vor den Wechseljahren den antihormonellen Wirkstoff Tamoxifen über 5 Jahre. 

Bei erhöhtem Rückfallrisiko können Ärzte auch 

Ist das Rückfallrisiko erhöht, kann die antihormonelle Behandlung auf bis zu 10 Jahren verlängert werden.

Nach den Wechseljahren

Für Frauen nach den Wechseljahren empfehlen Fachleute die die Therapie mit Aromatasehemmern. 

  • Dabei können Frauen den Aromatasehemmer über einen Zeitraum von mindestens 5 Jahre einnehmen.
  • Alternativ kann die 5-jährige Behandlung im Wechsel mit Tamoxifen erfolgen, also: zunächst 2 – 3 Jahre ein Aromatatsehemmer, anschließend Wechsel auf Tamoxifen, oder umgekehrt. Beide Varianten zeigen eine vergleichbare Wirksamkeit.

Ist das Rückfallrisiko erhöht, kann die antihormonelle Behandlung abhängig von der individuellen Erkrankungssituation auf bis zu 10 Jahren verlängert werden. Manchmal kommt auch die Kombination mit einem CDK4/6-Hemmer (Abemaciclib oder Ribociclib) infrage.

In Kürze

"HER2-positiv" bedeutet, dass sich auf der Oberfläche der Brustkrebszellen große Mengen des Eiweißes HER2 nachweisen lassen. HER2 leitet Wachstumssignale in die Krebszelle weiter. Bei etwa 15 bis 20 von 100 Brustkrebspatientinnen ist HER2 auf den Tumorzellen vermehrt nachweisbar.

Bei HER2-positivem Brustkrebs empfehlen Fachleute, die Operation (und Strahlentherapie) durch eine zielgerichtete Therapie gegen HER2 – gegebenenfalls in Kombination mit einer Chemotherapie – zu ergänzen. 

Therapievarianten bei der Anti-HER2-Therapie

Je nach individueller Erkrankungssituation der Patientin gibt es für die "Anti-HER2"-Therapie verschiedene Therapievarianten:

  • Behandlung mit Trastuzumab (mit oder ohne den Wirkstoff Pertuzumab) – meist über einen Zeitraum von 1 Jahr. Diese Therapie wird zeitweise mit einer Chemotherapie kombiniert. Sie kann vor oder nach der OP stattfinden.
  • Behandlung mit dem Wirkstoff T-DM1 (Trastuzumab Emtansin) nach der OP. Dabei handelt es sich um Trastuzumab, das mit einem Chemotherapie-Wirkstoff gekoppelt ist.
  • Neratinib als ergänzende Tablettentherapie nach Abschluss der Trastuzumab-Behandlung.

Bei gleichzeitiger Hormonempfindlichkeit kann die Patientin eine Kombination aus Anti-HER2- und Antihormontherapie erhalten. Dann finden beide Therapien nach der OP gleichzeitig statt.

Wichtig zu wissen

Zeitpunkt, Ablauf und Wahl der Chemo bei triple-negativem Brustkrebs hängen von der individuellen Erkrankungssituation ab.

Bei triple-negativem Brustkrebs fehlen bestimmte Zielstrukturen auf den Tumorzellen für eine Antihormontherapie und eine zielgerichtete Therapie gegen HER2. Daher ist die Chemotherapie der zentrale Behandlungsbaustein.

Abhängig von Tumorgröße und Lymphknotenbefall findet sie vor oder nach der OP statt. 

Hat der Tumor eine bestimmte Größe überschritten oder sind Lymphknoten befallen, können Ärzte die Chemo durch eine Immuntherapie mit einem sogenannten Immun-Checkpoint-Hemmer ergänzen

Patientinnen mit erblichen Veränderungen in den Genen BRCA1 oder BRCA2 profitieren eventuell zusätzlich von einer zielgerichteten Therapie mit Olaparib. Diese Behandlung richtet sich gezielt gegen Mechanismen, die das Tumorwachstum bei solchen Genveränderungen begünstigen.

Zum Weiterlesen

Informationen zu den Wirkstoffen der Chemotherapie, ihren Nebenwirkungen und was man dagegen tun kann, finden Sie im Text Chemotherapie-Medikamente: Wirkstoffe und Nebenwirkungen.

Zum Ablauf und den Nebenwirkungen der Immuntherapie mit Checkpoint-Inhibitoren informiert der Text Immuntherapie gegen Krebs.

Eine ausführlichere Erklärung zu den BRCA1- und BRCA2-Genen lesen Sie im Abschnitt "Erbliches Risiko für Brustkrebs" im Text Brustkrebs: Risiken und Vorbeugung.

Bei frühem Brustkrebs kann eine Knochen-gerichtete Therapie mit den Wirkstoffen der sogenannten Bisphosphonate oder dem Antikörper Denosumab die Krebsbehandlung ergänzen. 

Dies kann zwei verschiedene Zielsetzungen haben:

Zum Weiterlesen

Was ist eine Knochen-gerichtete Therapie? Wie wird sie bei Krebs eingesetzt? Und welche Nebenwirkungen sind möglich? Ausführliche Informationen finden Sie in unserem Text Bisphosphonate und Denosumab bei Krebs: Knochen-stabilisierende Therapie.

Vorbeugung oder Behandlung von Knochenschwund (Osteoporose)

Bei Brustkrebspatientinnen kann die Knochendichte abnehmen – vor allem durch die Antihormontherapie, manchmal auch durch die Chemotherapie. Das kann zu Knochenschwund (Osteoporose) führen.

Ärztinnen und Ärzte empfehlen deshalb oft eine Knochendichtemessung. Je nach Ergebnis und Krankengeschichte kann eine vorbeugende Behandlung mit Bisphosphonaten oder Denosumab sinnvoll sein.

Ist es bereits zu einem Knochenmasseverlust gekommen? Dann helfen diese Medikamente, Knochenbrüche zu verhindern – manchmal auch noch nach dem Ende der Antihormontherapie.

Vorbeugen von Metastasen und Verbessern des Überlebens

Studien haben gezeigt, dass manche Patientinnen mit frühem Brustkrebs von einer ergänzenden (adjuvanten) Bisphosphonat-Therapie profitieren können. Diese Therapie kann

  • Rückfälle verhindern,
  • Knochenmetastasen vorbeugen und
  • die Überlebenschancen verbessern.

Für den Wirkstoff Denosumab konnten Studien einen solchen Nutzen bisher nicht eindeutig zeigen.

Fachleute empfehlen die adjuvante Bisphosphonat-Therapie vor allem:

  • Patientinnen nach den Wechseljahren und
  • jüngeren Frauen, deren Eierstockfunktion durch Medikamente (zum Beispiel GnRH-Analoga) unterdrückt wird.

Wichtig zu wissen

Bisphosphonate können Nebenwirkungen haben, zum Beispiel die seltene aber schwerwiegende Kiefernekrose. Deswegen sollte die Patientin und die behandelnden Ärzte Nutzen und Risiko sorgfältig gegeneinander abwägen.

Kostenübernahme: Bisphosphonate sind für diese Anwendung (noch) nicht offiziell zugelassen – es handelt sich um einen sogenannten Off-Label-Use.

  • Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat aber entschieden, dass bestimmte Wirkstoffe – Clodronat, Ibandronat, Pamidronat und Zoledronat – bei Patientinnen mit hormonempfindlichem Brustkrebs nach den Wechseljahren verordnet werden dürfen.
  • In dieser Situation bezahlen die Krankenkassen die Therapie ohne Genehmigungsantrag.

Wenn Brustkrebs in der Nähe des ersten Tumors erneut auftritt, sprechen Fachleute von einem örtlichen Rückfall.

Dieser kann an verschiedenen Stellen im Brustbereich entstehen: 

  • Der Rückfall tritt in der bereits zuvor betroffenen Brust oder an der Brustwand auf.
  • Der Rückfall betrifft nahegelegene Lymphknoten.

Prognose

Auch wenn die Diagnose zunächst beunruhigend klingt, besteht oftmals eine gute Chance auf Heilung – vor allem, wenn keine Fernmetastasen vorliegen.

Ziel der Behandlung: Heilung oder Krankheitskontrolle

Da es bisher nur wenige klinische Studien zur Behandlung von Brustkrebspatientinnen mit einem örtlichen Rückfall gibt, ist die Therapie immer individuell. Ärztinnen und Ärzte berücksichtigen dabei die bisherigen Behandlungen und den allgemeinen Gesundheitszustand der Patientin.

Liegt kein Hinweis auf eine Ausbreitung der Erkrankung in andere Organe vor, gilt ein örtlicher Rückfall meist als heilbar. Die Therapie orientiert sich dann an den Methoden, die auch bei der Erstbehandlung zum Einsatz kamen:

Wenn eine Heilung nicht möglich ist

Manchmal schätzen Ärzte den Rückfall als nicht heilbar ein – vor allem dann, wenn sie den Tumor nicht vollständig operativ entfernen können. Dann steht die Kontrolle der Erkrankung im Vordergrund. Ziel ist es, das Fortschreiten des Krebses zu verlangsamen und die Lebensqualität möglichst lange zu erhalten.

Hierfür kommen verschiedene Therapieoptionen infrage, die auch für die Behandlung von Patientinnen mit metastasiertem Brustkrebs zur Verfügung stehen.

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